Angst im Schwimmbad?

Coronavirus: Gäste der Therme Erding gestehen - „Wir sind so froh, dass...“

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Das Coronavirus hat Europa fest im Griff. Auch in Deutschland wächst die Angst vor einer Infektion. Auch in Schwimmbädern? Die Therme Erding reagiert gelassen.

  • Die Angst vor dem Coronavirus hat mittlerweile ganz Europa erfasst.
  • Auch in Deutschland sind mittlerweile die ersten Todesopfer zu beklagen.
  • Veranstaltungen ab 1000 Personen werden abgesagt. Doch wie schaut es in den Schwimmbädern aus?

Update vom 13. März: Paukenschlag in der Corona-Krise: Das Landratsamt verfügt die Schließung der Therme Erding mit sofortiger Wirkung – und das bis nach Ostern.

Coronavirus in Bayern: Keine Panik in der Therme Erding

Erstmeldung vom 11. März

Erding - Bereits seit Wochen hält das neuartige Coronavirus die Welt in Atem. Erstmals ausgebrochen in der chinesischen Region Wuhan, hat es sich schnell auch bis nach Europa verbreitet. Größter Krisenherd derzeit: Norditalien. Dort sind bereits 631 Menschen an dem Virus gestorben, weit über 10.000 Personen gelten als infiziert. Die Dunkelziffer ist weit höher.

Doch auch in Deutschland steigt die Zahl der Infizierten rasant. Die Zahl der Infizierten liegt hierzulande - zumindest offiziell - bei und 1300. Drei Leute sind dem Virus bereits erlegen, zwei davon im besonders schwer getroffenen Kreis Heimsberg in NRW. 

Coronavirus in Deutschland: Maßnahmen getroffen - was tun im Schwimmbad

Um eine weitere schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern wurden bereits umfangreiche Maßnahmen beschlossen. So wurden alle Veranstaltungen ab 1000 Personen untersagt. Konzerte werden abgesagt, Bundesligaspiele finden ohne Zuschauer statt. 

Zudem bleiben viele Schulen und Kindergärten geschlossen. Kinder gelten als besonders gefährliche Infektionsquelle, da sie das Virus in sich tragen können, zumeist aber keine Symptome zeigen. So können sie den Erreger oft unbemerkt weiter verbreiten. 

Viele Menschen sind nun verunsichert, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten sollen. Manche glauben an das totale Erliegen des öffentlichen Lebens und decken sich in den Geschäften mit Hamsterkäufen ein. Besonders gefragt: Nudeln und Klopapier.

Video: Sollte ich mir wegen Coronavirus jetzt Vorräte anlegen?

Coronavirus: Keine Panik in der Therme Erding - das sagen die Gäste

Aber auch weitere öffentliche Einrichtungen sind von der Coronavirus-Angst betroffen. Zum Beispiel Schwimmbäder. In der Therme Erding, der wohl größten Therme der Welt, bleibt man allerdings entspannt. Pressesprecherin Petra Kuschel sagte im Gespräch mit Merkur.de: „Unsere Hygiene-Standards sind sowieso immer viel höher, als anderswo. Deshalb müssen wir da gar nicht so viel Extra-Aufwand betreiben. Bei uns läuft tatsächlich derzeit alles ganz normal ab. Und auch die Gäste bleiben nicht aus.“

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Die Gäste seien sogar weitgehend erleichtert und erfreut, in der Therme so gut wie gar nicht mit dem allseits gegenwärtigen Corona-Thema konfrontiert zu werden. „Wir bekommen von vielen Gästen die Rückmeldung, wie schön es sei, dass bei uns alles „ganz normal“ läuft“, so Kuschel. Zudem würden Entspannung und Stressabbau ja bekanntermaßen das Immunsystem stärken - gute Argumente also für einen Thermenbesuch.

Arzt spricht über Coronavirus: Das passiert mit den Viren im Wasser

Auch der Arzt und Medizinkorrespondenten Dr. Christoph Specht rät dazu, nicht in Panik zu verfallen und sieht Schwimmbäder grundsätzlich nicht als Orte mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Im Gegenteil: „Die Fahrt im Bus zum Thermalbad ist mit Sicherheit mit einem höheren Ansteckungsrisiko verbunden, als der Besuch in einem Thermalbad selbst“, so Specht in einem Interview mit der Therme. Über das Wasser können die Viren nicht verbreitet werden, verrät der Arzt - und erstickt somit das ausschlaggebendste Argument gegen einen Schwimmbadbesuch im Keim. 

Specht rät dazu, sich häufig und gründlich die Hände zu waschen und möglichst immer etwas auf Abstand zu fremden Menschen zu bleiben. So könne einer Infektion, ob nun mit Coronaviren, Grippeviren oder sonstigen Viren, bereits bestens vorgesorgt werden. Die ohnehin hohen Hygiene-Standards in Schwimmbädern dürften somit wohl eher zur Beruhigung denn zur Beunruhigung mancher Gäste beitragen. Zum Schluss hat Specht aber noch einen Tipp, den wohl jeder etwas beherzigen sollte: „Ruhe bewahren“, sagt der Arzt.

kah

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