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Gründer von Prittlstock

Er bereicherte das kulturelle Leben: Peter Lenk im Alter von nur 60 Jahren gestorben

Peter Lenk (r.) ist plötzlich gestorben. Das Bild zeigt ihn 2011 mit seinen Freunden und Weggefährten Christian Salvermoser und Kai Kühnel (v.l.) im geliebten Veranstaltungsort Café Gramsci.
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Peter Lenk (r.) ist plötzlich gestorben. Das Bild zeigt ihn 2011 mit seinen Freunden und Weggefährten Christian Salvermoser und Kai Kühnel (v.l.) im geliebten Veranstaltungsort Café Gramsci.

Der Gründer, Vorstand, Organisator und kreative Kopf von Prittlstock Entertainment Peter Lenk ist tot.

Dachau/Prittlbach – Der Musik-Liebhaber ist im Alter von nur 60 Jahren überraschend an einem Herzstillstand gestorben. Nach einer langen Krankheit war er in der letzten Zeit auf dem Weg der Besserung, sagt sein Freund Kai Kühnel, der zusammen mit Lenk den Kulturverein Tollhaus leitete. Sein Tod kam deswegen für alle sehr überraschend. Lenk hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Söhne.

Bis zum Ende konnte Peter Lenk seiner Passion, der Musik, nachgehen. Eineinhalb Wochen vor seinem Tod war er noch bei einem Konzert im Café Gramsci, einen Tag bevor er starb bei einer Veranstaltung von Tollhaus.

„Er war immer sehr ruhig, unaufdringlich und nett. Bei unseren Gesprächen stand das Thema Musik immer im Vordergrund“, beschreibt Kühnel seinen Freund.

Gründer von Prittlstock, Peter Lenk, ist tot: Festival im eigenen Garten

Sein Herzblut steckte Peter Lenk in sein kleines, eigenes Festival, das Prittlstock. Das Festival entstand 2007 aus dem Versuch heraus, internationale Künstler für wenig Geld nach Dachau zu holen – aber scheiterte erst an der Location. Kurz entschlossen ließ Lenk die Musiker in seinem Garten in Prittlbach spielen. Etwa 200 Leute brachte er dort unter, auf der Bühne spielten Musiker wie Jaimi Faulkner sowie Martin und James, 2007 der Australier Carus Thompson – eine der persönlichen Konzert-Höhepunkte Lenks, wie er 2011 in einem Interview erzählte. Motto des Festivals war dabei immer: „Bei uns da samma olle Backstage“ – Konzerte, von Freunden für Freunde.

Lenk war es auch, der die Folk- und Singer-Songwriter-Szene in Dachau bedeutend prägte. Mit Tollhaus e.V. organisierte er zahlreiche Konzerte im Café Gramsci und der Kulturschranne. Und das, wie er selbst sagte, mit „wirklich hochwertigen Künstlern“.

Zum Tod von Peter Lenk:  „Mit der Auswahl seiner Musiker hat Peter Dachau international gemacht“

Auch Freund Christian Salvermoser, Inhaber des Café Gramsci, erinnert an Peter Lenk: „Angefangen hat es im Frühjahr 2008 mit den Australiern. Seitdem hat er ungefähr 45 Konzerte bei mir gespielt. Er hat sich unglaublich über die Musik gefreut und immer mitgefiebert, wie viele Leute zu den Konzerten kommen. Nicht wegen sich, sondern für die Musiker. Mit der Auswahl seiner Musiker hat Peter Dachau international gemacht.“ Dass Salvermoser damit recht hat, bestätigt auch Kai Kühnel: „Die Konzertszene in Dachau hat durch Peter mit seinen internationalen Kontakten eine neue Qualität bekommen. Das Niveau ist gestiegen.“

Kühnel ist sich sicher, dass es viele Leute in Dachau gibt, die die Musikszene in Dachau im Sinne von Peter Lenk weiter prägen und seine Konzertreihen weiterführen werden. „Die Messlatte ist jetzt hoch und das wird auch nachhaltig anwirken“, so Kühnel.

Auch der Dachauer Musiker Sascha Seelemann, der vergangenes Jahr noch auf Lenks 60. Geburtstag spielte, gedenkt auf seiner Facebookseite Peter Lenk: „Wer weiß, wie viele bewegende Konzerte, tolle Musiker und wahnsinns Abende Du Dachau noch beschert hättet – aber jetzt gehst du auf die wirklich großen Shows da oben. Mach’s gut Peter. Du warst ne Wucht!“

Die Trauerfeier

für Peter Lenk findet am heutigen Freitag um 10 Uhr in der Aussegnungshalle am Waldfriedhof Dachau statt.

Franziska Sammer

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