Dachauer Kriminalfälle zieren Cover von PC-Spiel

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Eine Kollage aus negativ besetzten Dachau-Fotos.

Dachau - Findige User haben das Cover für ein Computerspiel mit einer Kollage der aktuellsten Dachauer Kriminalfälle gestaltet. Das Bild kursiert derzeit auf Facebook und sorgt dort für hitzige Diskussionen.

Das Foto zeigt die Stadt Dachau als Vorlage für das Computerspiel „Grand Theft Auto“ (GTA). Der Name des Spiels bezieht sich auf einen Straftatbestand im Amerikanischen, dem schweren Kraftfahrzeugdiebstahl. Im Spiel wird eine männliche, kriminelle Hauptperson gelenkt, die in einer amerikanischen Großstadt eine Verbrecherkarriere anstrebt. Aufgaben sind zum Beispiel Diebstähle, Einbrüche oder Attentate. Obwohl sich der Protagonist durch fiktive Städte bewegt, ist die Spielkullisse an amerikanische Großstädte wie beispielsweise Los Angeles oder New York angelegt. Die Facebooknutzer wählten nun für ihre eigens entworfenes GTA-Cover die Stadt Dachau.

Eine Kollage aus negativ besetzten Dachau-Fotos. kn

Zu sehen ist neben dem Mc Donald’s, der vor kurzem überfallen worden ist, auch die schwarze Rauchwolke, die sich beim Brand der Squash-Insel entwickelt hatte. Unten zeigt das Bild Rudolf U., der das Attentat auf den Dachauer Staatsanwalt ausübte. Aber nicht nur die Straftaten der letzten Monate sind auf dem Foto abgebildet. Oben links ist eine Gruppe Jugendlicher aus dem Landkreis abgebildet, vermutlich Mitglieder einer „Gang“. In der Mitte ist eine Marihuana-Zigarette zu sehen, die gerade angezündet wird.
Auch zeigt das Foto den Dachauer Bahnhof und das sogenannte „Bummerl“ - den Zug der A-Linie, der das Dachauer Hinterland anfährt. Am Bahnhof wie auch im Zug kam es in der Vergangenheit häufig zu Randalen, Sachbeschädigungen, aber auch Schlägereien. Ebenso auf der Kollage zu sehen ist das Dachauer Schloss.

Obwohl das Foto erst seit knapp einen Tag in Internet zu finden ist, verbreitet sich die Kollage wie ein Lauffeuer. Über 160 Leute haben bereits den „Gefällt-Mir“-Knopf gedrückt oder das Foto auf die eigene Pinnwand gestellt. Neben Kommentaren wie „Das Spiel kauf ich“ gibt es aber auch negative Meinungen: Als „unnötig“ bezeichnet ein Facebook-Nutzer das Werk.

(reg)

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