Dachauer Todesschütze im Hungerstreik

München/Dachau - Rudolf U. (54), der am 11. Januar den Staatsanwalt Tilman T. (31) im Dachauer Amtsgericht erschossen hat, ist in den Hungerstreik getreten.

Nach Informationen unserer Zeitung verweigert er die Nahrungsaufnahme und trinkt wenig. Er wird derzeit in einem Münchner Krankenhaus behandelt. Die Staatsanwaltschaft München I hatte im April Anklage gegen ihn erhoben – wegen Mordes an Tilman Turck und wegen der versuchten Morde an Richter Lukas Neubeck, an einem Protokollführer und an der Anwältin des Schützen.

Bluttat in Dachau: Staatsanwalt (31) stirbt

Der Mordprozess vor dem Landgericht München II könnte am 23. Oktober beginnen. Ab diesem Zeitpunkt stehen freie Termine zur Verfügung. Die Prozessbeteiligten müssen sich noch untereinander absprechen. 62 Zeugen und zehn Sachverständige werden gehört.

Rudolf U., Transportunternehmer aus Karlsfeld im Kreis Dachau, stand am 11. Januar vor dem Amtsgericht, weil er Arbeitsentgelt vorenthalten und veruntreut haben soll. Als der Richter das Urteil verkünden wollte – ein Jahr auf Bewährung –, zog der 54-Jährige eine Pistole und feuerte zweimal hintereinander auf den Staatsanwalt. Tilman Turck starb wenig später im Krankenhaus.

Nina Gut

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