Verteidiger: Mit Menschenwürde unvereinbar

Dachauer Todesschütze: Zweites Bein amputiert

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Rudolf U. wird nach den Todesschüssen abgeführt

München - Laut seinem Verteidiger wurde Rudolf U. entgegen seiner ursprünglich abgegebenen Patientenverfügung auch noch das rechte Bein abgenommen, um ihm noch zu Lebzeiten den Prozess machen zu können.

Am Dienstag hätte der Prozess gegen den Mörder des Staatsanwalts aus Dachau beginnen sollen. Das Schwurgericht musste die Verhandlung aussetzen. Grund: der Gesundheitszustand des schwer kranken Angeklagten Rudolf U. (55).

Laut seinem Verteidiger Maximilian Kaiser wurde Rudolf U. am Montag in einer Münchner Klinik entgegen seiner ursprünglich abgegebenen Patientenverfügung auch noch das rechte Bein abgenommen, um ihm doch noch zu Lebzeiten den Prozess machen zu können. „Mit der Würde des Menschen ist dies schlicht nicht mehr vereinbar“, erklärt Kaiser. Dem schwer zuckerkranken Angeklagten war bereits ein Bein amputiert worden, das andere drohte abzusterben – der Mann verweigerte jedoch jegliche medizinische Hilfe.

tz

Bilder: Schüsse am Dachauer Amtsgericht

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