Berliner fährt einfach querfeldein

Betrunkene Odysee endet im Bach - Geländewagenfahrer mit kuriosem Geständnis

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Im Zeller Bach bei Bairawies endete am Mittwochabend die Fahrt eines Berliners. Die drei Insassen konnten sich selbst befreien, den Wagen musste ein Kran bergen. 

Auf die Idee muss man erst mal kommen: Ein Berliner ist im betrunkenen Zustand am Mittwochabend in Einöd querfeldein gefahren. Am Schluss kippte er in den Zeller Bach. Für die Bergung des Wagens war ein Kran nötig. 

Dietramszell - Wie die Geretsrieder Polizei mitteilt, hatte sich der Berliner (45) von einem Bekannten einen geländegängigen Mercedes Transporter ausgeliehen und sich mit zwei Insassen gegen 20.30 Uhr auf den Weg gemacht zur Staatsstraße 2072 gemacht. Zwischen Bairawies und Einöd bog er schließlich ab. „Aus derzeit nicht nachvollziehbaren Gründen verließ er auf Höhe Grabenmühle die Straße und fuhr rechts von den angebrachten Leitplanken weiter“, schreibt die Polizei. Die Fahrt endete im Zeller Bach, der an dieser Stelle unter der Staatsstraße durchgeleitet wird. Der Mercedes kippte um und blieb auf der Beifahrerseite im Bachbett liegen. Die drei Insassen konnten sich leicht verletzt selbst aus dem Fahrzeug befreien, sie kamen mit einem Rettungswagen ins die Kreisklinik Wolfratshausen.

Einen Führerschein hat der Berliner noch nie besessen

Bei der Unfallaufnahme gestand der Berliner freimütig ein, noch nie einen Führerschein besessen zu haben. Ein Atemalkoholtest ergab zudem einen Wert von deutlich über einem Promille. Daher wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Auf den – nicht angeschnallten – Fahrer kommt nun einiges zu: Er muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Auch gegen den Halter wird ermittelt. Um den Mercedes ist es schlecht bestellt: Er hat nur noch Schrottwert, der Schaden dürfte im mittleren fünfstelligen Bereich liegen. Um den Wagen aus dem Zeller Bach zu ziehen, war ein Kranwagen nötig. Die Staatsstraße musste für die Dauer der Bergung knapp eine Stunde komplett gesperrt werden. Weil Öl ausgelaufen und in den Bach gelangt war, wurde die Feuerwehr Geretsried hinzugezogen. Die Feuerwehr Manhartshofen leitete den Verkehr um.

Eine Frau verfährt sich auf der Umleitungsstrecke

Noch während der Fahrzeugbergung ging ein weiterer Notruf bei der Einsatzzentrale ein: Eine Frau berichtete, dass die Umleitungsstrecke so glatt sei, dass sie mit ihrem Pkw nicht mehr weiterkomme. Es stellte sich heraus, dass sie die falsche Abzweigung genommen hatte und so auf eine Verbindungsstraße gelangt war, die vom Winterdienst nicht betreut wird. Auf der vereisten Fahrbahn war die Steigung für normale Pkw nicht zu bewältigen. Sie benötigte die Polizei letztlich doch nicht, da sie anderweitig Hilfe bekommen konnte.

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