Alle Nachrichten im Ticker

Doppelmord in Höfen: So verlief Robert P.s Flucht vor der Polizei

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Mit der Festnahme von Robert P. haben die Ermittler alle vier Verdächtigen inhaftiert.

Nach dem Doppelmord im Königsdorfer Weiler Höfen lädt die Polizei am Montagnachmittag zu einer Pressekonferenz ein und erklärt unter anderem, wie sie den Tatverdächtigen auf die Spur kam. Alle Infos hier im Ticker. 

  • Im Königsdorfer Weiler Höfen wurden am 26. Februar die Leichen zweier Senioren sowie eine weitere schwer verletzte Frau gefunden. Die Tat soll sich in der Nacht vom 22. auf den 23. Februar ereignet haben.
  • Einen Monat später geht die Polizei davon aus, dass an der brutalen Tat vier Personen unmittelbar beteiligt waren. 
  • Es besteht dringender Tatverdacht gegen den 23-jährigen Sohn einer polnischen Pflegekraft (49), die im Haus eines der Opfer gearbeitet hat und in U-Haft sitzt, dessen 43-jährigen Onkel und einen 32-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Alle Verdächtigen sind inzwischen in Haft, der flüchtige Robert P. wurde am 31. März gefasst.
  • Alles zur Faktenlage im Fall Höfen lesen Sie hier. Die Chronologie der Ereignisse haben wir hier für Sie zusammengefasst.
  • NACHRICHTEN-TICKER AKTUALISIEREN 

    Mittwoch, 5. April, 11 Uhr: Wie verbrachte Robert P. die Wochen auf der Flucht? Er wusste von der Fahndung und hielt sich in Stettin in der Nähe eines Waldes versteckt, in den er aus seinem Unterschlupf schnell flüchten konnte. Mehrfach hatte er die Behausungen gewechselt, ließ sich die Haare wachsen, einen Bart stehen, ging meist nur nachts auf die Straße. Doch wenn er tagsüber raus musste, dann maskiert als Radfahrer: mit Helm und Brille.

    Das sind die Nachrichten vom 4. April

    17.36 Uhr: Vier gravierende Fehler sind den vier Tatverdächtigen im Mordfall Höfen passiert: So wurden die Schwester, DNA-Spuren, die Überwachungskamera der Raststätte Höhenrain und das Handy der überlebenden Hausbewohnerin dem Quartett zum Verhängnis - die tz fasst die Fehler im Detail zusammen.

    Dienstag, 4. April, 9.27 Uhr: Wie reagiert man in Königsdorf auf die Nachricht, dass auch der vierte Tatverdächtige im Fall Höfen gefasst wurde? Unsere Kollegen vom Isar-Loisachboten haben sich im Ort umgehört.

    Das sind die Nachrichten vom 3. April

    18.32 Uhr: EineZusammenfassung der heutigen Ereignisse finden Sie hier

    15.26 Uhr: Innenminister Joachim Herrmann dankt den Ermittlern. „Der Ermittlungserfolg belegt die hervorragende Arbeit der Kriminalpolizei, die den Hauptverdächtigen sehr rasch ermittelt und zur Fahndung ausgeschrieben hat, die aber auch durch die Auswertung von Videoaufnahmen der Tankstelle Höhenrain und Fundstücken am Tatort den Tätern sehr schnell auf die Spur kamen,“ erklärt der CSU-Politiker.

    15 Uhr: Die Arbeit der Polizei wird noch Wochen oder Monate in Anspruch nehmen. 

    14.59 Uhr: Jürgen Thalmeier, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, sagt dazu: „Einige Dinge sind gut für uns gelaufen, zum Beispiel der Treffer in der DNA-Datenbank. Die Festnahme aber ist ein Meilenstein. Nun geht es um den Feinschliff, damit ein Gesamtbild ensteht.“

    Doppelmord in Höfen: Die Arbeit der Polizei ist noch nicht beendet

    14.56 Uhr: Mit der Festnahme des letzten Tatverdächtigen ist die Arbeit der Polizei noch nicht beendet - im Gegenteil. Nicht nur, weil die Staatsanwaltschaft Beweise braucht, die vor Gericht zu einer Verurteilung der Täter führen.

    14.41 Uhr: Polizeipräsident Robert Kopp: „Dieser bemerkenswerte Ermittlungserfolg ist vor allem dem hohem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschuldet, die bei der Aufklärung des Gewaltverbrechens bislang beteiligt waren. Alle eingebundenen nationalen und internationalen Polizeiverbände sowie kriminaltechnischen Untersuchungsstellen haben an einem Strang gezogen und dabei eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in der Region auf ihre Polizei verlassen können.“

    14.32 Uhr: Wie es dazu kam, dass das Anwesen in Höfen ausgewählt wurde, kann Deindl nicht sagen. Er zeigt sich aber „erleichtert, dass der Fall so schnell geklärt werden konnte“.

    14.30 Uhr: Im Interview erklärt Soko-Leiter Deindl, wie die Polizei den vier Verdächtigen auf die Spur gekommen ist: „Wir sind zunächst im Rahmen der Spurensicherung auf die DNA-Daten von Robert P. gestoßen. So konnten wir die familiäre Verbindung zur 49-jährigen Pflegekraft rekonstruieren.“ Hinzu kam ein Hinweis aus der Nachbarschaft, der zu der Frau führte.

    DNA-Fragmente führten zu den Verdächtigen

    14.26 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

    14.25 Uhr: Waren alle drei Männer im Haus? Florian Schweyer von der Staatsanwaltschaft sagt dazu: „Wir haben DNA-Fragmente gefunden, nicht alle geben Aufschluss darüber, ob die Täter am Tatort waren und wenn ja wo. Auch der Hergang ist anhand der Daten nicht vollständig rekonstruierbar.“ 

    14.24 Uhr: Der entscheidende Hinweis zur Festnahme war aufgefundene DNA, die zu Treffern in der Datenbank führten.

    14.22 Uhr: Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine weiteren Tatverdächtigen - wobei das vermutlich erst nach der Vernehmung der Verdächtigen endgültig geklärt werden wird. Zudem seien Gegenstände aus dem Haus entwendet worden, was die Polizei aktuell nicht konkretisiert.

    Erster Hinweis auf Verdächtige kam aus der Nachbarschaft

    14.20 Uhr: Deindl bestätigt: „Der Hinweis auf die polnische Pflegekraft kam aus der Nachbarschaft, sogar schon in der ersten Nacht nach Bekanntwerden der Tat.“

    14.19 Uhr: Markus Deindl erklärt, mit welchen Techniken am Tatort gearbeitet wurde.

    14.17 Uhr: Wer der Haupttäter ist, inwieweit die Verdächtigen beteiligt waren und mit welchen Waffen gehandelt wurde, werde noch zu klären sein. Während drei der Verdächtigen verwandt sind, handelt es sich bei dem vierten Mann, der zunächst als Zeuge gesucht worden war, um einen Bekannten der Hauptverdächtigen Robert P.. 

    14.16 Uhr: Über den Zustand der Hausbesitzerin sagt Soko-Leiter Markus Deindl: „Frau Strauch gesundet körperlich zusehens, kann aber noch nicht vernommen werden. Sie wird noch eine Weile brauchen.“ 

    14.15 Uhr: Die Staatsanwaltschaft erfuhr am Freitagabend von der Festnahme in Stettin. Die genauen Umstände werden noch geklärt.

    14.14 Uhr: Die festgenommene Pflegekraft ist dringend tatverdächtig, ihre Tatbeteiligung ist allerdings noch nicht hinlänglich geklärt. Schweyer erklärt: „Eine Inhaftierung ist nur möglich, wenn dringender Tatverdacht besteht.“

    14.13 Uhr: Nun gehe es darum, die Tat abschließend zu klären.

    Doppelmord in Höfen: Noch keiner der Verdächtigen vernommen

    14.12 Uhr: Noch keiner der drei Festgenommenen wurde vernommen - das überlebende Opfer ebenfalls nicht.

    14.10 Uhr: Nun spricht Florian Schweyer von der Staatsanwaltschaft München. Er erklärt, wie der europäische Haftbefehl vollzogen wird.

    14.09 Uhr: „Vor allem für die Bevölkerung sei die schnelle Aufklärung ein Zeichen. Wir haben alles Mögliche getan, um das Verbrechen schnellstmöglich aufklären zu können“, sagt Tacke.

    14.08 Uhr: Tacke stellt vor allem die gute Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft in Stettin heraus, die maßgeblich zur Festnahme geführt hat. Der Flüchtige wurde um 22 Uhr festgenommen, er befindet sich aktuell wie die anderen Verdächtigen noch in Polen, gegen ihn ist ein Auslieferungsbeschluss ergangen. 

    Mit der Festnahme von Robert P. haben die Ermittler alle vier Verdächtigen inhaftiert.

    14.07 Uhr: Nun spricht Oberstaatsanwalt Hajo Tacke.

    14.06 Uhr: Er zeigt sich „stolz auf die Teamleistung“ aller eingesetzter Beamter, der Profiler aus München und der Rechtsmedizin.

    14.05 Uhr: Kopp spricht von einer akribischen Spurensicherung, immensen Mengen an Bildern und Daten, die ausgewertet werden mussten. Dabei war die besondere Schwierigkeit, dass die Tat erst Tage später entdeckt wurde.

    Doppelmord in Höfen: Daten zur Arbeit der Soko

    14.03 Uhr: Der Polizeipräsident gibt Eckdaten zur Fahndung bekannt: 59 Beamte waren in der Soko Höfen eingesetzt, davon waren 15 Beamte aus anderen Bereichen des Polizeipräsidiums beteiligt. 10.000 Arbeitsstunden sind angefallen, rund 300 Hinweise gingen ein und 250 Zeugen wurden vernommen. 

    14.02 Uhr: Robert P. wurde am Freitag festgenommen.

    14.01 Uhr: Polizeipräsident Robert Kopp fasst das Verbrechen noch einmal kurz zusammen - und verkündet, dass der vierte Tatverdächtige festgenommen wurde.

    14 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt.

    12.44 Uhr: Die Polizei spricht davon, dass das Verbrechen weitgehend geklärt sei. Ob die Täter gestanden haben, ob der Tatverlauf nun vollständig aufgeklärt wurde - all das wollen die Ermittler bei der Pressekonferenz bekanntgeben. Wir werden ab 14 Uhr live hier und im Stream berichten.

    10.14 Uhr: Der vierte Tatverdächtige ist gefasst. Wie die dpa meldet, wurde Robert P. inzwischen festgenommen. Details zur Festnahme wird die Polizei am Nachmittag bekanntgeben. 

    Montag, 3. April, 9.34 Uhr: Die Polizei gibt heute um 14 Uhr eine Pressekonferenz in Weilheim. Unter dem Betreff „Gewaltverbrechen geklärt“ erging am Vormittag die Einladung, der leitende Oberstaatsanwalt Hajo Tacke sowie Polizeipräsident Robert Kopp werden anwesend sein. 

    Doppelmord in Höfen: Die Nachrichten vom Donnerstag, 23.3.

    Donnerstag, 23. März, 15.30 Uhr: Bereits am Dienstag, 21. März, wurde ein 23-jähriger polnischer Staatsangehöriger in seinem Heimatland festgenommen, der nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen direkt an der Tat beteiligt war. Es handelt sich dabei um den Sohn der Pflegekraft, die sich seit knapp zwei Wochen in Untersuchungshaft befindet. Die 49-Jährige soll im Haus mindestens eines Opfers gearbeitet haben. 

    Doppelmord in Höfen: Die Nachrichten vom Freitag, 17.3. 

    12.23 Uhr:Die Staatsanwaltschaft und die Ermittler der Sonderkommission haben am Freitag einen wichtigen Fahndungserfolg vermeldet: Ein Mann, der von den Behörden zunächst als Zeuge gesucht worden war, wurde inzwischen festgenommen. Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass der 32-Jährige direkt an der Tat beteiligt war, so die Polizei. 

    Parallel zur Fahndung nach dem 43-jährigen Robert P., der sich derzeit noch auf der Flucht befindet, suchten die Ermittler der Soko Höfen auch nach einem Mann, der in den frühen Morgenstunden des 23. Februar, also wohl kurz nach der Tat, an einer Tank- und Rastanlage an der Autobahn Garmisch-Partenkirchen – München von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden war.

    Für die Ermittler ergaben sich im Laufe der vergangenen Woche eindeutige Hinweise darauf, dass der Gesuchte als Mittäter direkt an der Tat beteiligt war. Es handelt sich um einen 32 Jahre alten polnischen Staatsangehörigen, der im Bereich Bamberg wohnt, so die Polizei. 

    Polnischen Polizeibehörden gelang - nach enger und intensiver Zusammenarbeit mit den tangierten bayerischen Polizeieinheiten - am Donnerstagnachmittag in Rzesow, einer Stadt im Südosten Polens, die Festnahme des mutmaßlichen Mittäters.

    Doppelmord in Königsdorf: Die Nachrichten vom Donnerstag, 16.3.

    13.28 Uhr: Gut drei Wochen ist es nun her, dass das unfassbare Verbrechen in Königsdorf-Höfen seinen Lauf nahm. Einer der beiden Tatverdächtigen ist noch immer auf der Flucht. Die Bewohner der Gemeinde sind nach wie vor verunsichert - und genau das nutzen unseriöse Anbieter von technischen Sicherungseinrichtungen schamlos aus. Nun warnt die Polizei vor genau diesen zwielichtigen Anbietern.

    Doppelmord in Königsdorf: Die Nachrichten vom Montag, 13.3.

    15.47 Uhr: Nach wie vor geht die Polizei davon aus, dass mehrere Täter im Haus gewesen sind, nach der Spurenauswertung ist die Rede von mindestens zwei Personen. Ob auch die festgenommene 49-Jährige in der Tatnacht im Haus war, ist bisher ungeklärt.  

    13.27 Uhr: Die Schwester des 43-Jährigen sitzt weiterhin wegen Verdachts der Beihilfe zum zweifachen Mord und versuchten Mord in Untersuchungshaft.

    12.31 Uhr: Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Doppelmörder von Höfen bei Bad Tölz hat der Polizei noch nicht den erhofften Erfolg gebracht. Zwar seien an die zehn Hinweise auf den gesuchten 43-Jährigen eingegangen, sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier am Montag. Eine heiße Spur habe sich daraus aber nicht ergeben.: Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Doppelmörder von Höfen bei Bad Tölz hat der Polizei noch nicht den erhofften Erfolg gebracht. Zwar seien an die zehn Hinweise auf den gesuchten 43-Jährigen eingegangen, sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier am Montag. Eine heiße Spur habe sich daraus aber nicht ergeben.

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