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Prozess um Notzing-Mord

Christoph W.: "Ich bin selbst geschockt"

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Mit einer Häftlingsjacke über dem Kopf kam Christoph W. am Dienstagmorgen in den Gerichtssaal.

Landshut/Notzing - Der Prozess um den Doppelmörder von Notzing hat am Dienstag um 9 Uhr vor dem Landgericht Landshut begonnen. Christoph W.s Verteider hat im Namen des mutmaßlichen Täters gesprochen.

Mit einem Paukenschlag hat am Dienstag um 9 Uhr der Prozess gegen den mutmaßlichen Doppelmörder von Notzing begonnen. Nach Verlesen der Anklage durch Staatsanwalt Ralph Reiter, verlangte der Verteidiger Winfried Folda, die Öffentlichkeit und insbesondere die Medien auszuschließen. Der Jurist aus Weilheim deutete die Befürchtung an, dass das Schwurgericht nach der seiner Meinung nach vorverurteilenden Vorabberichterstattung möglicherweise nicht mehr unabhängig urteilen könne. Die Kammer hat den Antrag inzwischen zurückgewiesen. Sie würde sich nicht durch die Berichterstattung beeinflussen lassen.

Christoph W. wollte am Dienstag vor Gericht keine Aussage machen, da er sich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern könne. Er berufe sich auf seine Aussage bei der Polizei.

W.s Verteidiger verlas die Erklärung des mutmaßlichen Doppelmörders. Laut Folda beschäftige Christoph W. das Ereignis intensiv. "Ich übernehme die volle und alleinige Verantwortung für all das, was ich getan habe", so der Wortlaut der Erklärung. Die Gründe dafür seien ihm selbst immernoch nicht klar. Es tue ihm vom Herzen leid, er sei selbst geschockt. Christoph W. habe nicht gedacht, dass er zu so etwas fähig sei.

Der Angeklagte bat um Verzeihung bei Andreas und Cornelia R., der eigenen Familie inklusive seiner Geschwister und seiner Oma. "Ich weiß, dass ich ihnen größtes Leid zugefügt habe."

Als einer der ersten Zeugen wurde Kriminalhauptkommissar Anton Wegmaier der Kripo Erding vernommen. Er beschrieb die Situation, als die Leichen von der Polizei entdeckt wurden. Er beschrieb Christoph W. als ruhig und stoisch. Zur Vernehmung der Tochter der Ermordeten, Cornelia R., sagte Wegmaier: "Ein Außenstehender hätte ihr nichts angesehen." Sie habe alle Fragen emotionslos beantwortet.

Wegmaier berichtete auch, dass W. seine Freundin im Laufe der Beziehung mehrmals geschlagen habe. Doch damit nicht genug. Einmal habe er ihr und dem Vater sogar mit dem Tode gedroht. 

Doppelmord: Die Bilder vom Tatort

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Am Morgen hatte Staatsanwalt Reiter die Bluttat vom 30. März und den dreifachen Versuch, die Leichen verschwinden zu lassen, dargestellt. Er sprach von einem "besonders verachtenswerten Verhalten auf moralisch tiefster Stufe." Die Opfer Heidi (54) und Franz R. (60) seien durch Übertöten ums Leben gekommen.

Zu Prozessbeginn hatte der Anlagenmechaniker aus Freising den Saal im Landgericht Landshut mit über den Kopf gezogener Häftlingsjacke betreten. 

ham

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