Obduktionsergebnisse liegen vor

Planegg: Martin S. feuerte ganzes Magazin ab

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In einer Grünanlage nahe der Würm wurde die Leiche von Susanne T. entdeckt.

Planegg - Am Tag nach der unfassbaren Tragödie von Planegg werden immer neue Details bekannt. Polizist Martin S. (38) schoss nach einem Streit seiner Ex-Lebensgefährtin Susanne T. (37) sechsmal in den Rücken!

Er benutzte dazu seine Dienstwaffe. Nur wenige Meter entfernt nahm er sich später mit einem anderen Revolver das Leben – mit einem gezielten Schuss in den Kopf. Die beiden haben ein gemeinsames Kind, Cornelia (5). Sowohl am Tatort in Planegg als auch in Unterhaching und Wolfratshausen, den Wohnorten der beiden Toten, herrschte gestern Sprachlosigkeit.

Beziehungsdrama in Planegg: Bilder vom Tatort

Beziehungsdrama in Planegg: Bilder vom Tatort

Der Punkt 1050 des Presseberichts der Münchner Polizei vom Donnerstag liest sich lapidar: „Vorkommnisse in Planegg – neuer Erkenntnisstand“. Hinter den kargen Zeilen versteckt sich ein menschliches Drama und ein brutaler Mord eines Polizisten an der Mutter seiner fünfjährigen Tochter!

Nach den neuen Erkenntnissen der Polizei war Polizist Martin S. (38) am Mittwochmittag mit seinem BMW nach Planegg gefahren, um mit seiner Ex-Lebensgefährtin Susanne T. (37) zu sprechen. Warum der Unterhachinger zu diesem Treffen sowohl seine Dienstpistole, eine Heckler & Koch (9mm), als auch einen Revolver mitnimmt, kann niemand ahnen.

Das getrennt lebende Paar sucht für ihr Gespräch einen ruhigen Ort, den sie in einem kleinen Park an der Würm hinter der Arbeitsstelle von Susanne T. finden. Doch das Gesprächs über die gemeinsame Tochter Cornelia eskaliert.

Anwohner jedenfalls hören ein lautes Schreien. Dann fallen mehrere Schüsse, die von keinem zunächst als solche wahrgenommen werden. Wenige Minuten später erschießt sich Polizist Martin S. mit seinem Revolver vor einem Getränkemarkt.

Gestern wurde beide Leichen obduziert. Demnach feuerte Martin S. sechs Mal auf die Mutter seiner Tochter. Vor der Arbeitsstelle in Planegg lagen gestern rote Rosen und eine Kerze. Ihr Vorgesetzter zur tz: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir angesichts der Umstände nichts dazu sagen wollen.“

Jacob Mell, Stefan Dorner und Patricia Kania

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