Hund lebensgefährlich verletzt

Drama um Dino (4): Rettung in letzter Sekunde

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Tapferer Dino: Der Schäferhund hat sich beim Spielen schwer verletzt.

Beim Spazieren gehen in Ismaning tollt Schäferhund Dino derart rum, dass es wenig später um Leben oder Tod geht! In der Tierklinik wartet auf das Herrchen einen weiteren Schock.

Ismaning - Dino ist ein Energiebündel. Als sich der vierjährige Schäferhund beim Spielen am vergangenen Montag plötzlich auf den Weg legte, wusste sein Herrchen Ike Naujack gleich: „Mit ihm stimmt was nicht.“ Äußerlich sei Dino unverletzt gewesen. Doch nur Sekunden später wusste der Mann aus Ismaning (Kreis München), dass jede Minute zählt... 

„Bei jeder Ausatmung war ein deutliches Pfeifen zu hören“, sagt der 29-Jährige. Kurz zuvor habe das Tier mit einem Stöckchen gespielt. Dieses lag jetzt blutverschmiert neben ihm. „Er hat sich beim Spielen das Holz in den Fang direkt durchs Gaumensegel gejagt!“ Verdacht auf einen Pneumothorax, wusste Naujack, der bei einem Rettungsdienst arbeitet. Wird bei der krankhaften Ansammlung von Luft im Brustfellraum nicht sofort gehandelt, droht der Tod durch Herzversagen. „Ich habe den Hund über meine Schulter gelegt, bin zum Auto gerannt und zur Tierklinik gefahren.“ 

4000 Euro OP-Kosten: Spendenaufruf bei Facebook ein voller Erfolg

Dort angekommen, sei Dino bereits wie ein Ballon aufgebläht gewesen. „Über seinen Körper haben sich Lufteinschlüsse unter der Haut gebildet. Er bekam eine Drainage an Hals und Brust, um die Luft abzusaugen, damit sich die Lunge wieder entfalten kann.“ Rettung in letzter Sekunde - Dino war vor dem Erstickungstod bewahrt! „Aber sein Zustand war noch immer kritisch.“ 

Hund und Herrchen: Dino und Ike.

Zu seiner Sorge um Dino kam ein finanzielles Problem. Naujack: „Die Behandlungskosten betragen rund 4000 Euro! Ich war wie versteinert. Das konnte ich nie und nimmer aufbringen.“ Der nächste Schock folgte, als er die Versicherung anrief, bei der Dino eigentlich hätte krankenversichert sein sollen. Eigentlich. Denn Naujack erfuhr: Seine Ex-Freundin, mit der er sich damals den Hund angeschafft hatte, hatte nach der Trennung offenbar die Versicherung gekündigt, „ohne mein Wissen“, wie Naujack sagt. 

In seiner Verzweiflung postete er Dinos Geschichte auf Facebook, verbunden mit einem Spendenaufruf. Die Resonanz - gewaltig: „Es haben sich hunderte Leute mit Beileidsbekundungen gemeldet.“ Innerhalb weniger Tage spendete die Facebook-Gemeinschaft 5400 Euro! „Ich bin überwältigt, damit hätte ich nie gerechnet!“ Das überschüssige Geld will Naujack an eine soziale Organisation spenden. Dino ist mittlerweile wieder daheim. „Er hat noch leichte Atemprobleme. Aber ich hoffe, dass er sich schnell erholt.“ Bei so viel Fürsorge bestimmt.

Etwas weitaus traurigeres passierte kürzlich in Straubing: In der Nacht zum Samstag wurde ein Hund aus dem dritten Stock eines Wohnhauses geworfen.

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