Taufkirchner brechen im Eis ein und werden von Spaziergänger gerettet

Spaziergänger rettet drei Buben aus eiskaltem Wasser

Als Feuerwehr und Polizei zu Hilfe eilen wollten, sind die drei Buben schon in Sicherheit.

Unterhaching - Vor den Augen seiner beiden Freunde ist ein zwölfjähriger Bub aus Taufkirchen im Unterhachinger Ortspark-See eingebrochen. Beim Versuch ihn zu retten sind auch seine beiden Freunde im eiskalten Wasser gelandet.

Ein Spaziergänger hat den drei Buben am Sonntagnachmittag mit seinem mutigen Eingreifen wohl das Leben gerettet.

Als das Eis mit einem lauten Knacken unter ihrem Freund nachgab und sein Kopf im eiskalten Wasser verschwand, waren seine beiden ebenfalls zwölfjährigen Begleiter im ersten Moment geschockt. Doch sofort setzten sie alles daran, ihn wieder aus dem Ortspark-See zu ziehen - mit fatalen Folgen. Denn mit einem weiteren Knacken brachen auch diese beiden Buben durch die tauende Eisfläche.

Doch sie hatten Glück im Unglück: Ein zufällig vorbeikommender Spaziergänger erkannte die Gefahr und handelte sofort. Somit waren die drei jugendlichen Taufkirchner bei Eintreffen der Rettungskräfte der Feuerwehr Unterhaching bereits aus ihrer misslichen Lage befreit, berichtet Kommandant Josef Gmeinwieser. Der 49-jährige Retter aus Unterhaching hatte sie mit Hilfe der roten Rettungsleitern aus dem Eisloch ans Ufer gebracht.

Die First Responder brachten die drei schlotternden und durchnässten Freunde sofort zur mobilen Sanitätswache am Rathausplatz. Nach einer Erstversorgung wurden die beiden Zwölfjährigen, die ihrem Freund zu Hilfe eilen wollten, von einer Streife nach Hause gefahren. Der Jugendliche, der als erstes durchs Eis gebrochen war, wurde auf Grund seiner Unterkühlung ins Harlachinger Krankenhaus gebracht. Bei ihrem waghalsigen Ausflug auf das Eis kamen die drei Freunde noch einmal mit dem Schrecken davon.

Vor dem Hintergrund dieses Zwischefalls weist die Gemeinde Unterhaching ausdrücklich daraufhin dass es verboten ist, die örtlichen Eisflächen zu betreten. Durch das Tauwetter sei die Eisschicht nicht mehr tragfähig. „Wer dennoch die Eisflächen betritt, begibt sich in Lebensgefahr“, heißt es in der Mitteilung, die Bürgermeister Wolfgang Panzer gestern Nachmittag herausgegeben hat. Die Gemeinde werde noch deutlichere Verbotstafeln aufstellen, um auf die Gefahr hinzuweisen, erklärte Panzer auf Merkur-Nachfrage, schließlich könne man den See ja nicht absperren. Panzers Appell: „Wir bitten speziell die Eltern kleinerer Kinder ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen und die Kinder für diese Gefahr zu sensibilisieren.“

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