Dreijähriger ohne Schwimmhilfe im Wasser

Leblos im Hallenbecken: Bademeister retten Bub das Leben

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Bademeister Thorsten Widderich (33) rettete einem Bub das Leben.

Germering - Eine Mutter vernachlässigt ihr Aufsichtspflicht für ihren Bub - mit dramatischen Folgen. Der kurzzeitig leblose Dreijährige muss von den Bademeistern gerettet werden.

Bademeister Thorsten Widderich (33) hatte die Mutter noch gewarnt. Doch die Frau ließ ihr Kind (3) am vergangenen Sonntagnachmittag weiter alleine und ohne Schwimmhilfe durch das Germeringer Hallenbad toben, während sie es sich bei den Liegen bequem machte. Wenige Stunden später dann der Schock: Der Bub trieb leblos im einen Meter tiefen Mehrzweckbecken!

Wie das Fürstenfeldbrucker Tagblatt berichtet, zogen Badegäste den kleinen Körper aus dem Wasser und schrien nach den Bademeistern. Während sein Kollege den Notruf absetzte, stürmte Thorsten Widderich (33) zum Beckenrand.

Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung rettet Leben

"Die Augen des Jungen waren weit aufgerissen. Geatmet hat er nicht", erzählt der Retter. Sofort beginnt Widderich mit einer Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Bei Kindern müsse man vorsichtig sein: "Da darf man den Brustkorb nur zwei bis drei Zentimeter tief drücken!"

Nach etwa einer Minute spuckte der Dreijährige plötzlich Wasser und öffnete die Augen. Die Mutter stand schluchzend daneben. Beide kamen in ein Münchner Krankenhaus. Ohne das schnelle Eingreifen von Widderich wäre der Bub heute aber nicht mehr am Leben, sagen die Ärzte. Widderich hat selbst einen dreijährigen Sohn. "Den habe ich am Sonntagabend, als ich heim gekommen bin, ganz fest in den Arm genommen."

Carolin Nuscheler

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