Dreister Erpresser im Kloster

St. Ottlien - Ein Mesner ließ seinen Audi nur kurze Zeit unbeobachtet - und schwupps war das Fahrzeug gestohlen. Drei Tage später meldete sich der Dieb und wollte Bares. Bei der Geldübergabe schlug die Polizei zu.

Schwupp - da war sein Auto weg! Der Mesner im Kloster St. Ottilien hatte sich am 10. April den Brandschaden im landwirtschaftlichen Komplex angesehen. Der 48-Jährige hatte auf Gott vertraut: Seinen Audi A 3 ließ er unversperrt stehen, der Zündschlüssel steckte. Diese Gelegenheit nutzte ein 58-jähriger Gebrauchtwagenhändler, der sich zufällig auf dem Klostergelände aufhielt, schamlos aus. Er brauste mit dem Audi davon.

Drei Tage später meldete sich der Dieb telefonisch bei seinem Opfer: Für 3000 Euro könne der Besitzer sein Auto wiederhaben. „Sonst verkaufe ich das Fahrzeug nach Polen“, drohte der Erpresser. Zum Schein ging der Mesner auf die Forderung ein. Die Kripo Fürstenfeldbruck war dem ziemlich doofen Ganoven freilich bereits auf der Spur. Bei der Geldübergabe am S-Bahnhof Fürstenfeldbruck griffen die Beamten zu: Festnahme!

Feuer im Kloster St. Ottilien verursacht Millionenschaden

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Der 58-Jährige, ein bislang völlig unbescholtener Mann, gab bei der Vernehmung alles zu. Er habe aus purer Geldnot gehandelt. Jetzt hat er ein Strafverfahren wegen Diebstahls und versuchter Erpressung an der Backe. Haftbefehl wurde nicht erlassen.

Der Mesner muss auf seinen Audi noch ein Weilchen warten. Erst nehmen die Beamten von der Spurensicherung das Fahrzeug genau unter die Lupe. Er wird bei der Rückgabe wohl den Rat erhalten, etwas besser aufzupassen.

tz

Rubriklistenbild: © Voxbrunner

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