Schweizer Kaufmann als Drahtzieher?

Drogenring vor Gericht - Angeklagte schweigen

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Die vierköpfige Drogenbande vor Gericht.

München - Als sie noch dachten, ihr Geschäft blühte, war ihnen die Polizei längst auf den Fersen! Im März 2013 schlugen die Ermittler zu – und sprengten einen großen Drogenring!

Vor dem Landgericht musste sich die vierköpfige Bande gestern wegen unerlaubtem Handel verantworten. Innerhalb von zehn Jahren sollen Silvio G. (47), Markus R. (38), Dieter Josef S. (45) und Sven Sigurd R. (44) 650 Kilogramm an Betäubungsmitteln verkauft und so 2,8 Millionen Euro eingenommen haben.

Den Schweizer Kaufmann Silvio G. sieht die Staatsanwaltschaft als Drahtzieher. Er soll mit seinen drei deutschen Komplizen seit 2003 Haschisch und Marihuana aus Amsterdam in Umzugskartons auf Transportern nach München gebracht und verkauft haben. Bereits seit 2010 beobachtete das Bundeskriminalamt die Männer. Auslöser war der Beleg einer Überweisung in sechsstelliger Höhe an den Silvio G., der in einem anderen Rauschgiftverfahren aufgetaucht war. Im März 2013 schlugen die Drogenfahnder bei der Übergabe einer Haschisch-Lieferung zu und beschlagnahmten rund 92 Kilogramm Haschisch und Marihuana. Ein Kurier der Bande ist bereits zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

Zu den Vorwürfen sagten die Angeklagten nichts. Kurz nach Beginn wurde der Prozess wieder vertagt.

A. Thieme

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