Wahre Überraschung in diesem Bauch

Familie fällt nach Geburt aus allen Wolken

Glücklich vereint: Karsten, Finn und Anja Riedel mit Familienzuwachs Ben.

Ebersberg - Damit hatte wirklich niemand gerechnet. Seit Wochen freute sich Familie Riedel aus Ebersberg auf Töchterchen Lotte. Doch dann kam alles anders.

Das Baby kam 21. Oktober in der Kreisklinik auf die Welt. Die Hebamme bemerkte beim Wickeln eine halbe Stunde nach der Geburt: „Das ist ein Bub!“ Karsten Riedel sagte einen Moment später dasselbe zu seiner Frau. „Macht bitte jetzt keine Witze“, war ihre Reaktion.

Bei sämtlichen Vorsorge-Untersuchungen wurde Anja Riedel gesagt, dass sie ein Mädchen erwartet. Die Hebamme hatte den Namen „Lotte“ schon auf ihren Notizzettel geschrieben, bevor alle Beteiligten den Irrtum bemerkten. Auch auf dem Ärztebrief stand später noch der weibliche Vorname.

Kurzum musste ein neuer Name her: „Es sollte was Kurzes sein.“ Den Namen Ben hatte Anja Riedel sofort im Kopf, „aber wir haben nochmal im Internet geschaut.“ Im Krankenhaus seien sie von Namensvorschlägen überhäuft worden, beinahe jeder wollte mitmischen. Das Kuriose an der Geschichte: Der neunjährige Sohn Finn hatte eine Woche vor der Geburt Mamas Bauch mit Faschingsschminke bemalt. Der Bauch sollte ein Überraschungsei darstellen. Finn schrieb „Babyüberraschung“ auf den Bauch, als ob er eine Vorahnung gehabt hatte. Finn war am Abend vor der Geburt bei einem Schulfreund und erfuhr erst am Nachmittag darauf von der Nachricht. „Ich habe es ihm vor versammelter Mannschaft im Hort erzählt“, berichtet Karsten Riedel. „Mein Sohn war zuerst geschockt, aber dann hat er sich gefreut“, so der 41-Jährige.“

Bisher hatte Ben noch kaum Geschenke bekommen, „die sind alle noch im Umtauschmodus“, lacht Anja Riedel. „Es gab eine riesige Aufruhr, als unsere Verwandten und Bekannten die Nachricht bekamen - sie konnten es nicht glauben.“ Mittlerweile hätten sich jedoch alle wieder beruhigt und seien neugierig auf den kleinen Familienzuwachs.

Riedels steht noch ein Tausch bevor: Bens Zimmer bekommt bei Gelegenheit eine andere Farbe. Bis dahin muss er sich mit lilafarbenen Wänden mit Schmetterlingen zufrieden geben.

Von Andrea Knott

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