Bergwacht und Hubschrauber im Einsatz

Frau verunglückt beim Rodeln schlimm - obwohl sie gar nicht auf Schlitten saß

+
Einen schwierigen Einsatz musste die Grassauer Bergwacht an der Hochplatte bewältigen. Zwei Frauen waren am Berg beim Rodeln verunglückt. 

Eine Frau (46) aus dem Landkreis Ebersberg stürzte beim Rodeln und verletzt sich schwer - obwohl sie nicht auf dem Schlitten saß. Die Bergwacht musste sie retten.

Ebersberg - Gleich zwei verletzte Rodlerinnen musste die Grassauer Bergwacht am Sonntag von der Rodelbahn an der Hochplatte nahe der Kampenwand retten. „Das ist in unserem Gebiet nicht alltäglich“, berichtet Josef Grießböck. 

Das Unglück hatte sich so zugetragen: Nach Schilderung des Bergretters war eine 57-jährige Frau aus dem Landkreis Rosenheim gegen Sonntagmittag mit ihrem Sohn auf der Bahn in der ersten Kurve gestürzt und hatte dabei eine schwere Fußverletzung erlitten. Die Stelle, an der sich der Sturz ereignete, ist unübersichtlich und schwer einsehbar, wie die Bergwacht berichtet. 

Erst stürtzt Rodlerin aus Kreis Rosenheim - dann beginnt das Drama für Frau aus Ebersberg

Die nachfolgenden Rodler mussten deshalb hier äußerst vorsichtig fahren. Die 46-Jährige aus dem westlichen Landkreis Ebersberg wollte ihren Schlitten an der Gefahrstelle lieber vorbeitragen, kam aber auf dem eisigen Untergrund ins Rutschen und stürzte, wobei sie sich die Schulter schwer verletzte. 

Glück im Unglück: Zufällig befanden sich Einsatzkräfte der Bergrettung privat in der Nähe, weitere Retter wurden mit einem Geländewagen zum Unfallort gebracht. Insgesamt waren zehn Bergretter und ein Bergwacht-Notarzt im Einsatz. Teilweise mussten die Helfer mit der Hochplattenbahn auffahren und dann von oben zur Einsatzstelle absteigen.

Rodelbahn für eineinhalb Stunden gesperrt - Rettungshubschrauber landet

Zur bestmöglichen Versorgung der beiden Frauen, die gegen Auskühlung gesichert werden mussten, wurde vom Einsatzleiter der Rettungshubschrauber Christoph 14 angefordert, der an der Staffn-Alm landen konnte. Die Rodelbahn wurde für eineinhalb Stunden gesperrt.

Nach der notfallmedizinischen Versorgung holte ein Hubschrauber der Bundespolizei eine der beiden Patientinnen ab und flog mit ihr zur Talstation der Hochplattenbahn. Dort wurde die 46-Jährige aus dem Landkreis Ebersberg in den Rettungshubschrauber verfrachtet, nachdem die Bergretter einen provisorischen Landeplatz angelegt hatten.

Mit dem Geländefahrzeug mit angehängtem Rettungsschlitten wurde die 57-Jährige aus Rosenheim ins Tal gebracht, wo die Patientin vom Landrettungsdienst übernommen und ins Krankenhaus transportiert wurde.

Nach Auskunft von Grießböck muss die Grassauer Bergwacht jährlich etwa 20 Einsätze bewältigen, wobei es selten vorkomme, dass gleich mehrere Verletzte zu versorgen seien.

Lesen Sie auch: Bayern/Sudelfeld: Ski-Unfall nach verhängnisvoller Absprache - Kind (10) schwer verletzt

Ski-Schüler (15) auf Piste schwer verunglückt - Ermittlungen ergeben schlimmen Verdacht

Skiausflug endet in Katastrophe: Vater überfährt Sohn beim Ausparken und schleift ihn mit

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bewaffnete Person gesichtet: Polizei schickt Spezialkräfte nach Aschheim - Fall bleibt mysteriös
Bewaffnete Person gesichtet: Polizei schickt Spezialkräfte nach Aschheim - Fall bleibt mysteriös
Flugzeug zerschellt an Berg - Luftfahrtbehörde hat Vermutung zur Ursache
Flugzeug zerschellt an Berg - Luftfahrtbehörde hat Vermutung zur Ursache
Tragisches Versehen: Hund wird fünf Kilometer am Auto mitgeschleift und stirbt
Tragisches Versehen: Hund wird fünf Kilometer am Auto mitgeschleift und stirbt
Fahndung nach S-Bahn-Grapscher: 17-Jährige in Erding belästigt
Fahndung nach S-Bahn-Grapscher: 17-Jährige in Erding belästigt

Kommentare