Ebersberger Opfer einer Amokfahrt

Vollkommen zerstört wurde der Opel des Fahrers aus dem Landkreis Ebersberg bei der Amokfahrt.

Ebersberg - Ein Ebersberger Autolenker wurde in München Opfer einer Amokfahrt. Ein Lastwagenfahrer rammte seinen Opel und fuhr dann Vollgas weiter, um ein zweites Fahrzeug, eine Ampelanlage und zahlreiche Verkehrsschilder zu zertrümmern.

Transporto Eccezionale steht auf dem Sattelschlepper, was soviel heißt wie „außergewöhnliche Transporte“. Der Schriftzug am Lastwagen war am Freitagabend Programm: Merkwürdig verhielt sich nämlich der Fahrer eines voll beladenen 40-Tonnen-Sattelzugs. Nach Zeugenaussagen am Unfallort hatte sich folgendes abgespielt: Der Lastwagenfahrer war offenbar bereits auf der Autobahn Salzburg-München aufgrund seines Fahrstils aufgefallen, weshalb Autofahrer die Polizei verständigten.

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Sattelschlepper hinterlässt Spur der Verwüstung

Kaum im Stadtgebiet angekommen, krachte es auch schon! An der ersten Ampel am Innsbrucker Ring Ecke Ottobrunner Straße rammte das Schwerfahrzeug breitseitig einen gerade querenden Ebersberger Opel und schleuderte ihn zur Seite. Obwohl die Zugmaschine dabei schwer beschädigt worden war, gab der Fahrer Vollgas und fuhr weiter Richtung Norden.

Ein BMW-Fahrer, der das Gespann mit russischer Zulassung wohl bereits seit der Autobahn verfolgt hatte, versuchte nun weiteres Unheil zu verhindern. Er warnte laut Zeugen durch andauerndes Hupen die anderen Verkehrsteilnehmer, überholte dann den Sattelzug und versuchte ihn auszubremsen und den Fahrer zum Halten zu bewegen.

Fotos von den Unfallorten

Sattelschlepper hinterlässt Spur der Verwüstung

Dieses Manöver ließ den Lkw-Fahrer aber vollkommen kalt - fast 300 Meter nach dem ersten Unfall, jetzt an der Kreuzung Innsbrucker Ring/Hechtseestraße kam es zum furiosen Finale: Der Sattelzug rammte den BMW in voller Fahrt und schleuderte das Wrack quer über die Kreuzung auf die andere Straßenseite. Dann geriet das Schwerfahrzeug auf den belebten Fußweg, verfehlte um nur zwei Meter eine Gruppe junger Männer. Das Gespann überquerte die Hechtseestraße, mähte Hinweisschilder und eine Ampelanlage nieder und prallte gegen das Betonfundament der Einzäunung eines Firmengeländes. Fundament sowie ein großes Firmenschild wurden völlig zerstört. Der Sattelzug pflügte unmittelbar neben einem Betriebsgebäude durch das Gelände und blieb dann mit platten Reifen fahruntüchtig am Beginn der Echardinger Straße - 350 Meter nach dem ersten Unfall - auf einem Fußweg stehen.

Anschließend flüchtete der Fahrer ins benachbarte Wohngebiet. Erst viel später wurde der Mann angeblich in einem Biergarten im Münchner Osten von der Polizei aufgegriffen. Mindestens zwei Personen der beteiligten Fahrzeuge erlitten Verletzungen. Der Lkw-Auflieger war mit Baustoffen beladen und hatte 40 Tonnen Gewicht.

mps

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