Bewohner erleiden Rauchgasvergiftung

Küchenbrand zerstört Wohnhaus

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Egmating – Ein Großaufgebot von Feuerwehrmännern rückte am Donnerstagabend zu einem Wohnhaus-Brand in Egmating aus. Das Feuer war in der Küche ausgebrochen. Zwei Bewohner erlitten eine Rauchgasvergiftung. Das Haus ist unbewohnbar.

In dem Gebäude befanden sich im Erdgeschoss drei Personen, in der Küche wurde gerade Essen zubereitet, als plötzlich ein beißender Geruch in der Luft lag – „wie bei einem durchgeschmorten Kabel“, berichtete am nächsten Tag Kreisbrandrat Gerhard Bullinger. In Sekunden sei danach die gesamte Küche in Flammen gestanden.

Beim Verlassen des Gebäudes atmeten zwei ältere Bewohner (80 und 81 Jahre alt) noch soviel Rauchgas ein, dass das Ehepaar später mit Vergiftungserscheinungen in die Kreisklinik gebracht werden musste.

Das Feuer durchschlug das Küchenfenster und breitete sich anschließend auf den Dachstuhl aus. Bei Eintreffen der Wehren aus Egmating, Oberpframmern, Glonn, Aying und Siegertsbrunn stand die Küche in Vollbrand, auch der Dachstuhl brannte schon lichterloh.

Dass sich alle Personen zu Zeitpunkt des Brandausbruchs im Erdgeschoss befanden, hat ihnen nach Ansicht von Bullinger das Leben gerettet. „Hätten sich die Bewohner im Obergeschoss aufgehalten, wären vermutlich nichts mehr zu machen gewesen“ – obwohl die Feuerwehr mit einer Drehleiter angerückt war. Die Polizei ging am Freitag von einem technischen Defekt in der Küchenelektrik aus.

Was die Löscharbeiten an dem alten Gebäude schwierig machte, schildert Bullinger so: „Im Haus waren viele Holzverkleidungen, hinter denen sich die Flammen ausbreiten konnten.“ Mehrere Male, so der Kreisbrandrat, bestand die Gefahr, dass explosive Rauchgase „durchzuzünden drohten“. Immer wieder seien Stichflammen aus dem Haus emporgestiegen. Unter schwerem Atemschutz gingen die Feuerwehrmänner aufs Dach des Hauses, um die Brandherde unter den Dachziegeln zu bekämpfen.

Egmating: Küchenbrand zerstört Wohnhaus

Aufgrund der baulichen Enge in dem betreffenden Siedlungsteil in Egmating mussten die Einsatzkräfte aufpassen, dass der Brand nicht auch noch auf umliegende Gebäude übergriff. Insgesamt waren 85 Feuerwehrmänner vor Ort. Die Polizei ging am Freitag in einer ersten Bilanz von einem Schaden von 200 000 Euro aus. Die Ermittlungen zur Feststellung der Brandursache wurdendurch die Kriminalpolizeiinspektion Erding aufgenommen.

Michael Seeholzer

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