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Taufkirchnerin ist sauer

Ehemann stirbt -  Baugesellschaft lehnt Badsanierung ab

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Traurig und enttäuscht: Karin Beischmidt mit einem Foto ihres verstorbenen Mannes im Badezimmer ihrer Wohnung.  

Karin Beischmidt ist geschockt: Die Gewofag hatte eine Rund-Sanierung des Bads versprochen. Nun lehnt die Gesellschaft das aber ab. Das hat mit dem Tod des Ehemanns zu tun. 

Taufkirchen – Karin Beischmidt (54) trauert um ihren Mann Werner. Nach langer schwerer Krankheit ist er im Dezember gestorben. Und als wäre das für die Taufkirchnerin nicht schlimm genug, verweigert die Gewofag ihr nun eine bereits zugesagte Renovierung der Wohnung – eben weil ihr Mann nicht mehr lebt.

Eigentlich wollte die Gewofag das Bad der 73-Quaderatmeter-Wohnung am Lindenring in Taufkirchen behindertengerecht ausbauen, damit Werner Beischmidt zum Beispiel wieder die Badewanne benutzen kann. Nach langen Diskussionen hatte die Wohnungsbaugesellschaft auch zugestimmt, im Zuge des Umbaus das komplette Bad zu renovieren. „Das war auch wirklich an der Zeit, schließlich wurde hier seit 46 Jahren nichts gemacht“, sagt Karin Beischmidt. Den Einbau einer neuen Dusche hätten die Beischmidts selbst getragen. Die restlichen Kosten wollte die Baugesellschaft übernehmen.

„Doch als dann mein Mann starb, zog die Gewofag ihre Zusage wieder zurück“, sagt Karin Beischmidt. Das will sich die Verwaltungsfachangestellte nicht bieten lassen. „Ich lebe seit 18 Jahren in der Wohnung, mein Mann war sogar schon 1972 hier eingezogen“, sagt sie. Der Mietvertrag weist eine niedrige Miete aus, momentan zahlt sie 586 Euro Warmmiete. „Aber das bedeutet doch nicht, dass ich keine Ansprüche darauf habe, dass hier mal nach all den Jahrzehnten das Bad gemacht wird“, sagt die Mieterin.

Mit dem Festkleben lockerer Fliesen, das ihr die Gewofag angeboten habe, sei es nicht getan. Sie zählt weitere Mängel auf: ein ungefliester Boden, lockere Steckdosen, das Wasser in Wanne und Waschbecken laufe schlecht ab und einiges mehr.

„Nach einer so langen Mietzeit kann der Mieter verlangen, dass das Bad saniert wird“, sagt Anja Franz vom Mieterverein München. Üblicherweise nach 20 und spätestens 30 Jahren sei eine Badezimmereinrichtung und Ausstattung zu erneuern. Sollte der Vermieter nichts unternehmen, dürfe der Mieter die Miete mindern und könne seine Ansprüche auch gerichtlich durchsetzen.

Die Gewofag lehnt eine Badrenovierung ab. Hierbei sei es unerheblich, ob das Bad nun schon 46 Jahre alt ist, denn maßgeblich sei der Zustand, heißt es vonseiten der Wohnbaugesellschaft. Und das Bad von Karin Beischmidt sei weder extrem abgenutzt noch irreparabel defekt. Man sei lediglich bereit zu kleineren Reparaturen.

Und nach dem Tod von Werner Beischmidt gebe es keinen Anlass, die Badewanne auszutauschen, wolle die Mieterin das Bad umbauen, müsse sie dies auf eigene Rechnung tun. 

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