Polizeibeamte kassieren zweimal

Mutter bewahrt Sohn vor Haft und gerät selbst in Erklärungsnot

Am Freitagvormittag konnte eine Mutter dank der Zahlung einer Geldstrafe die Haftstrafe für den Sohn abwenden. Doch dann geriet sie selbst in Erklärungsnot.

Dachau/München– Eine Mutter hat zuerst die Haft für ihren Sohn verhindert – doch dann musste sie sich selbst auslösen.

So einen Fall wie am Freitag gegen 9 Uhr hatten die Beamten der Bundespolizei auch noch nicht gehabt. Im Rahmen der Bürofahndung wurde ein 22-jähriger Dachauer zu Hause aufgesucht, gegen den eine Fahndungsnotierung vorlag. Er war vom Amtsgericht Dachau zu einer Geldstrafe wegen Erschleichen von Leistungen verurteilt worden. Da er die fälligen 974,30 Euro nicht beglichen hatte, rückte eine Streife der Bundespolizei aus und besuchte ihn zu Hause.

Die Mutter des 22-Jährigen konnte die Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen abwenden, indem sie die Geldstrafe beglich.

Als die Beamten zur Ausstellung des Zahlungsnachweises die Personalien der Mutter aufnahmen und überprüften, stellte sich heraus, dass auch sie von einer Staatsanwaltschaft gesucht wurde. Die 43-Jährige war vom Amtsgericht München wegen Computerbetruges zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sie hatte diese bislang ebenfalls nicht beglichen. Als sie auch hier die notwendigen Kosten in Höhe von 528,50 Euro an die Beamten übergab, konnte auch ihre Fahndung gelöscht und die 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe abgewendet werden.

mm

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