Beliebtes Ausflugsziel

Eine Promenade am Olchinger See?

Der große Olchinger See ist ein beliebtes Ausflugsziel. Vor allem Olchinger, Gröbenzeller und Münchner strömen dorthin – zum Baden, Feiern und Spazierengehen. Nun soll das Ostufer entwickelt werden. Eine Idee: eine Seepromenade und mehr Gastronomie.

Olching – Immer wieder beschäftigt der große See den Stadtrat. Mal geht geht es um die fortschreitende Verschlammung, mal um Schwarzbauten, vor allem rund um den Ulmenweg, in denen teilweise auch gewohnt wird. Und dann treibt auch noch der Maulwurf sein Unwesen auf den Liegewiesen.

Hinzu kommen die nicht ganz einfachen Eigentümerverhältnisse rund um das Gewässer. Der Großteil der Flächen direkt am See und der See selbst gehören dem Erholungsflächenverein. Es gibt aber auch Areale, die im Besitz von Einzelpersonen und Familien sind. Dazu gehören unter anderem die Grundstücke mit dem Restaurant Villa Romantica, dem Lokal Bodega und die beiden Wohnhäuser an der Ascherbachstraße. Zudem hat die Stadt ebenfalls Grund. Deshalb kann nicht die gesamte Fläche rund um den See von der Öffentlichkeit genutzt werden. Im

mer wieder gibt es Parzellen, die abgetrennt sind – entweder durch Zäune, Seile oder Ketten. Das ist aber laut Bebauungsplan, der rund 40 Jahre alt ist, eigentlich nicht zulässig. Doch darauf wurde jahrelang nicht geachtet.

Nun aber will die Stadt eine geordnete Entwicklung des Sees, vor allem des Ostufers, angehen. Auslöser sind viele Anfragen, die das Rathaus in letzter Zeit erreicht haben, wie Vize-Bauamtsleiterin Stephanie Kulosa im Stadtentwicklungssausschuss erklärte. „Viele wollen dort Grund erwerben, um ein Wohnhaus oder ein Wochenendhäuschen zu bauen.“ Das Baurecht sei aber ausgeschöpft. Auch das Restaurant Villa Romantica, möchte erweitern. Vor zehn Jahren wurde das aber abgelehnt.

Was konkret geschehen soll, ist noch unklar. Einig war sich der Ausschuss aber, dass auf keinen Fall mehr Baurecht am See geschaffen werden soll.

Stadtentwicklungsreferent Alfred Münch (SPD) bezeichnete den Olchinger See als „eine der Juwelen der Stadt“ und sprach sich für behutsame Veränderung aus. „Bauen aber auf keinen Fall.“ Auch Ingrid Jaschke (Grüne) lehnte das ab, auch mehr partielles Baurecht. „Wir dürfen den Siedlungsdruck nicht nachgeben“, sagte Tomas Bauer (CSU). Vor allem im Südosten des Sees müsse aber etwas passieren. Diese Ecke bezeichnete er als „etwas schmuddelig, dunkel“. Um die Attraktivität des Sees zu erhöhen, sei auch eine bessere Pflege wichtig.

„Die Badennutzung darf nicht eingeschränkt werden. Liegewiese muss Liegewiese bleiben“, sagte Bürgermeister Andreas Magg (SPD). Diese könne aber aufgewertet werden, eventuell mit einem Spielplatz oder Feuerstellen. Er regte an, in diese Richtung zu denken, wie man die privaten Flächen in öffentliche Nutzung bringen kann. Man könnte eventuell Angebote, Kooperationen machen, so der Rathauschef. „Dann wirkt das Ganze als einzige große Grünfläche.“

Eine weitere Idee der Verwaltung: Man könnte Freizeitangebote wie einen Bootsverleih und Gastronomie am Ostufer bündeln, so dass eine Art Seepromenade entsteht. Das Ostufer wäre dafür geeignet, da sich hier bereits Villa Romantica, Bodega, Wasserwacht-Station und zwei große Parkplätze befinden.

Letztendlich beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, ein Entwicklungskonzept für den großen Olchinger See zu erarbeiten mit Schwerpunkt auf das Ostufer. Die Ideen und Vorschläge sollen dann im Gremium diskutiert werden.

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