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Mehrere Verletzte bei Großbrand in Müllsortieranlage nahe München - Schaden geht in die Millionen

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Von: Hans Moritz

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Das Feuer brach in dieser Halle in einer Sortieranlage auf dem Wurzer-Gelände aus. Der Löschschaum stand teils knietief auf dem Boden. Der Schaden ist immens. © Hans Moritz

Ein Großbrand in einer Müllsortieranlage auf dem Gelände von Umwelt Wurzer in Eitting hat am Freitagmorgen einen Millionenschaden angerichtet. Mehrere Angestellte wurden bei ersten Löscharbeiten leicht verletzt.

Eitting – Sie zogen sich Rauchgasvergiftungen zu. Weit über 100 Kräfte von Feuerwehren aus den Landkreisen Erding und Freising, mehrerer Rettungsorganisationen sowie der Polizei waren im Einsatz.

Eitting: Großbrand in Müllsortieranlage

Der Brand brach nach Feuerwehrangaben gegen 8.15 Uhr in einer Förderanlage in einer Halle aus. Die Flammen konnten sich über das Förderband rasch ausbreiten und fraßen sich in eine große Trommel. „Die Außenlöscharbeiten haben sich an sich einfach gestaltet“, berichtet Manfred Schreiber von der Kreisbrandinspektion Erding unserer Zeitung. „Doch als die Trommel geöffnet wurde, fand das Feuer wieder Sauerstoff und damit Nahrung“, so Schreiber weiter. Es entstanden nicht nur hohe Flammen, sondern auch dicker schwarzer Qualm. „Dagegen sind wir dann mit maximaler Stärke rein“, schildert der Kreisbrandmeister.

Was den Einsatz erschwerte, war nach Angaben Schreibers, dass sich Förderband und Trommel in etwa 15 Meter Höhe befinden. Die Feuerwehrleute setzten Drehleitern ein und verschafften sich über die Halle Zugang zum Brandort. Immerhin: Über dem komplexen System an Förderbändern ging die Sprinkleranlage an. Der Hallenboden war teils knietief mit Löschschaum bedeckt.

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Großbrand in Müllsortieranlage in Eitting - Großeinsatz der Rettungskräfte

Auch logistisch war der Brand eine Herausforderung, laufend mussten Atemschutzgeräteträger umliegender Feuerwehr nachalarmiert werden. Entsorgungslastwagen wurden umgeleitet. Vor Ort war auch der Katastrophenschutz des Landkreises Erding mit Kreisbrandrat Willi Vogel und seinem designierten Nachfolger Florian Pleiner, zudem die Untersützungsgruppen Überörtliche Einsatzleitung der Feuerwehr Altenerding und des Bayerischen Roten Kreuzes. Auch Hubschrauber des ADAC und der Polizei kreisten über der Einsatzstelle.

Die Halle ist vorerst nicht mehr nutzbar. Polizei und Kripo Erding haben die Ermittlungen aufgenommen. ham

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