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Nach langer Krankheit

Schauspielerin Ellen Schwiers wollte sterben - berührende Todesanzeige

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Schauspielerin Ellen Schwiers gestorben.

Sie wollte unbedingt sterben. Die Schauspielerin Ellen Schwiers (88) ist am Freitag in ihrem Haus am Starnberger See gestorben. Die Todesanzeige ist berührend.

Update vom 8. Mai: Nach dem Tod von Ellen Schwiers in ihrem Haus am Starnberger See soll sie nun nach ihrer Einäscherung in Kanada beerdigt werden. Das berichtet die Bild-Zeitung. „Sie hatte dort im Norden einen Lieblingsplatz. Wir werden die Asche rüberschicken, dann mit dem Boot rausfahren und sie verstreuen“, erzählt Tochter Katerina Jacob (61). 

Ellen Schwiers am Starnberger See gestorben - emotionale Todesanzeige

Die Trauerfeier fand bereits im engsten Familienkreis statt. Mit einer berührenden Todesanzeige nahm die Familie am Wochenende ebenfalls Abschied. „Wir haben den Mittelpunkt unserer Familie verloren“, hieß es dort. Und: „Wir nehmen Abschied von einem besonderen, wunderbaren Menschen und einer großen Künstlerin, unserer Freundin und Beraterin“.

Schauspielerin Ellen Schwiers friedlich eingeschlafen - Sie wünschte sich sehnlichst den Tod

Update vom 26. April: Wie Katerina Jacob, die Tochter von Ellen Schwiers über ihre Agentur mitteilen ließ, ist die 88-Jährige am frühen Freitagmorgen in ihrem Haus im bayerischen Berg am Starnberger See verstorben.

Elle Schwiers, die Granddame des deutschen Schauspiels, wirkte seit 1947 in über 60 Filmen und über 200 Fernsehproduktionen mit. Zu den Film- und TV Highlights zählten Der rote Schal, der Tatort, Das Erbe von Björndal, 08/15, Der Gauner und der liebe Gott, Der letzte Zeuge, Der König der Bernina, Vier Schlüssel und 1900. Im Fernsehen war sie zuletzt zu sehen als Tante Alma in der Serie Doktor Martin, in Kreuzfahrt ins Glück: Arizona, Im Fluss des Lebens, In den besten Jahren und noch 2017 in der ZDF Serie Die Spezialisten – Im Namen der Opfer. Für ihre Verdienste wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

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1989 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1995 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg, u.a. für ihre Verdienste um die Burgfestspiele Jagsthausen, deren künstlerische Leiterin sie von 1984 bis 1989 und 1992 bis 1994 war und 2013 den Deutschen Schauspielpreis. Auf bedeutenden Theaterbühnen stand sie am Deutschen Theater Göttingen unter Heinz Hilpert, dem Züricher Schauspielhaus und bei Festspielen wie in Salzburg, wo sie die Buhlschaft im Jedermann spielte. 1982 gründete sie mit ihrem 1992 verstorbenen Mann Peter Jacob und ihrer Tochter Katerina Jacob das Tourneeunternehmen „Das Ensemble“

Zu ihren letzten großen Theatertourneen zählen Mutter Courage und ihre Kinder, Martha Jellneck, die Mutter in Jedermann und Gin Rommé (2010). Die große Schauspielerin inszenierte unter anderem Götz von Berlichingen, Mutter Courage und ihre Kinder, Was ihr wollt, Medea und Der Widerspenstigen Zähmung. Zuletzt stand sie 2015 anlässlich ihres 70 jährigen Bühnenjubiläums zusammen mit ihrer Tochter Katerina Jacob in „Altweiberfrühling“ in München auf der Bühne. Bis zuletzt war Ellen Schwiers eine große Verfechterin der assistierten Sterbehilfe

Ellen Schwiers und ihre Tochter Katerina Jacob (bekannt u.a. aus „Der Bulle von Tölz“ und „Polizeiruf 110“)

Ellen Schwiers: Berühmte Schauspielerin wünscht sich den Tod - Streit um Sterbehilfe

Update vom 15. März: Nach dem Video, das Schauspielerin Katerina Jacob (“Der Bulle von Tölz“) auf ihrer Facebook-Seite gepostet hat, überschlagen sich ihre Fans mit zustimmenden Kommentaren. Jacobs Mutter, die Schauspielerin Ellen Schwiers, hatte - wie unten berichtet - in einem Interview gesagt, sie wolle sterben, weil sie so große Schmerzen leide. Ihre Tochter jedoch lehne Sterbehilfe ab. Daraufhin wurde Jacob im Netz angegriffen.

Dass sie Sterbehilfe ablehne, stimme so nicht, so Jacob in dem Video. Sie würde ihre Mutter sofort nach Holland oder in die Schweiz fahren. Dies wolle Schwiers aber nicht. Aktive Sterbehilfe, also dass Jacob ihre Mutter zum Beispiel mit einer Spritze oder Tabletten töte, sei illegal und käme deshalb nicht in Frage. Deshalb sagt sie mit Nachdruck: „Im Namen meiner Mutter fordere ich die Bundesregierung auf, dieses Gesetz zu ändern!“

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Dem können die Kommentatoren unter dem Video nur zustimmen. „Hallo Frau Jacob, ich kann sie vollkommen verstehen, mein Vater wird auch sterben und man kann nichts machen. Es ist so schwer für mich, ihm nicht helfen zu können“, schreibt eine Frau. Ein anderer Facebook-User meint: „Immer diese "Leute mit viel Meinung für so wenig eigener Erfahrung"... kenne das auch, und KEINER der "wunderbaren Wissenden" war je in vergleichbarer Situation. So etwas bringt einen ohnehin an die eigenen Grenzen - und dann soll man sich auch noch rechtfertigen ??? Ich wünsche viel Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit.“ Und diese Frau geht sogar noch weiter: „Ich finde niemand sollte sich dafür rechtfertigen müssen. Selbst wenn es erlaubt wäre ( was sehr wünschenswert ist) finde ich das sehr egoistisch von seinem " Kind" aktive Sterbehilfe zu verlangen. Begleitung ja, wenn ein Arzt das ausführen dürfte.“

Viele Fans sprechen sich auch klar für eine Gesetzesänderung im Bereich „Sterbehilfe“ aus. Wie Jacob fordern sie, dass in Deutschland aktive Sterbehilfe endlich legal werden müsse. „Ich stimme dir voll zu, es muss eine neue Gesetzgebung her, aber leider ist Deutschland viel zu katholisch“, schreibt einer. Doch es gibt auch weniger überzeugte Stimmen: „Jeder hat das Recht von dieser Erde zu gehen...wann und wie aber! Er muss es selbst tun. Sterbehilfe ist sehr schwierig...eine Grauzone in meinen Augen...was ich heute entscheide, kann ich morgen bereuen....oder umgekehrt.“

Katerina Jacob kontert nach Anfeindungen

Update vom 14. März: Wegen ihrer „Weigerung“, ihrer Mutter, Ellen Schwiers, Sterbehilfe zu leisten, wird Katerina Jacob im Internet angegriffen. Dazu hat die Schauspielerin nun in einem aufwühlenden Video auf Facebook Stellung genommen. „Ich würde meiner Mutter sofort helfen, aber mit legalen Mitteln.... Ich finde keinen Arzt, der das macht. Niemanden. Soll ich ihr die Spritze setzen? Das wäre Mord. Denn wir leben ja noch in einem Gesetzesstaat. Und leider Gottes ist das verboten. Ich kann mich jetzt nicht hinstellen und meiner Mutter das Kissen aufs Gesicht drücken“, sagt sie darin. 

Zu starke Schmerzen: Schauspielerin Ellen Schwiers möchte am liebsten sterben

Berg - Sie könne mittlerweile nicht mehr laufen, sei bettlägerig und habe bei jeder Bewegung „grauenhafte Schmerzen“. Die 88-jährige Schauspielerin Ellen Schwiers möchte sterben. Das sagte sie der Münchner „Abendzeitung“. 

Trotz Schmerztherapie sei ihr Leiden mittlerweile so schlimm, dass auch Sterbehilfe eine Option für sie sei. „Darüber habe ich schon mit meiner Tochter gesprochen, das habe ich mir gewünscht“, sagte Schwiers. Doch das will ihre Tochter nicht. Katerina Jacob, ebenfalls Schauspielerin, lehne diesen Weg „leider vollkommen ab“. Jacob wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Ellen Schwiers lebt am Starnberger See - mit 84 zog sich die Schauspielerin von der Bühne zurück

Zwar, sagt Schwiers, funktioniere ihr Gehirn noch gut, doch 90 Jahre alt wolle sie auf keinen Fall werden. „Ich möchte keine Belastung sein. Ich möchte sterben.“ Bereits 2015 war Schwiers in einer kritischen gesundheitlichen Situation

Sie lebt in Berg am Starnberger See und wird nach eigenen Angaben rund um die Uhr von Pflegekräften betreut. Sie stand in ihrer Karriere für zahlreiche Filme vor der Kamera - darunter 1960 für „Der letzte Zeuge“, auch im Tatort war sie zu sehen. Kurz vor ihrem 85. Geburtstag zog sie sich von der Bühne zurück

dpa

Video: 104 Jahre alter Australier stirbt durch Sterbehilfe in Schweiz

Auch interessant: Star aus „Drei Engel für Charlie“ tot - Todesursache steht fest

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Starnberg: Ein 29-Jähriger aus Gauting hatte jahrelang mit gefälschten Papieren in Kliniken gearbeitet. Die Zeugnisfälschungen hatte er daheim am PC angefertigt, berichtet Merkur.de*.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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