Mittelschule Indersdorf

Kostüm-Verbot: Schüler wurden wegen Lederhosen heimgeschickt

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Faschingskleidung? So sind die rausgeworfenen Schüler zum Unterricht gekommen. Die Eltern (dahinter) sehen hier kein Vergehen.

Indersdorf - Wie weit geht Tracht und wo geht Fasching los? Diese Frage stellen sich sieben Eltern, deren Kinder der 10. Klasse an der Mittelschule Indersdorf am „ruaßigen“ Freitag vom Unterricht heimgeschickt wurden.

Wie weit geht Tracht und wo geht Fasching los? Diese Frage stellen sich sieben Eltern, deren Kinder der 10. Klasse an der Mittelschule Indersdorf am gestrigen „ruaßigen“ Freitag vom Unterricht heimgeschickt wurden.

Sechs Buben und ein Mädchen wussten, dass Faschingskleidung nicht erlaubt ist und haben sich deshalb für Tracht entschieden. Doch die Schulleitung sah die Lederhosen der Buben und das Dirndl des einen Mädchens anders: Obwohl kein Pennäler geschminkt war, forderte man sie auf, den Unterricht zu verlassen.

Das hat die kurz darauf von den Kindern verständigten Eltern schwer verärgert. Reinhard Kranz, dessen Sohn Bernhard auch zu den Lederhosen-Trägern gehört, war stocksauer und machte sich sofort auf den Weg ins Schulhaus, „doch da ist man gar nicht auf meine Beschwerde eingegangen“.

Auf seine Frage an Rektorin Petra Fuchsbichler, ob es nicht diskriminierend sei, wenn man in Bayern nicht mit kurzer Lederhose zur Schule gehen darf, habe er lediglich den Hinweis erhalten, dass in der Schulordnung von passender Kleidung die Rede ist.

Wie diese Kleidung auszusehen hat, hätten auch die Eltern der übrigen sechs Kinder gerne beantwortet, die aber nach den schlechten Erfahrungen von Kranz nicht weiter Öl ins Feuer gießen wollten. „Die Rektorin hat mich regelrecht rausgeschmissen und hinter mir die Türe zugeknallt“, schimpft Kranz.

Zugeknöpft war Fuchsbichler auch hinsichtlich einer Stellungnahme für die Dachauer Nachrichten. „Eine Faschingsaktion an diesem Tag ist bei uns untersagt, und das war eine Faschingsaktion.“ Mehr war von der Rektorin nicht zu erfahren.

Josef Ostermair

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