Wer hat diesen süßen Hund erdrosselt?

Emmering - Unfassbar! Ein Einbrecher hat in Emmering einen kleinen Yorkshire Terrier getötet. Anschließend hat der Tierquäler den Hund in Altpapier eingewickelt und wie ein Stück Müll am Wertstoffhof entsorgt.

Der arme Lenni wurde erdrosselt.

Stephanie L. (21) und Philipp H. (24) sind geschockt. Ein Unbekannter ist am Freitag zwischen 13 und 13.30 Uhr in ihre Wohnung in der Roggensteiner Straße in Emmering (Kreis Fürstenfeldbruck) eingedrungen. Was in dieser halben Stunde in dem Heim des jungen Paares geschehen ist, darüber gibt es nur Vermutungen. Klar ist: Der Einbrecher hat Lenni, den vierjährigen Yorkshire Terrier des Paares getötet, seinen kleinen Körper in Altpapier eingewickelt und wie ein Stück Müll am Wertstoffhof entsorgt – keine 300 Meter von der Wohnung entfernt.

Dort in der Roggensteiner Straße hat der Täter Angst, Fassungslosigkeit und Fragen hinterlassen. Wie zum Beispiel ist er in die Wohnung gelangt? Einbruchsspuren gibt es keine. „Als ich von der Arbeit nach Hause gekommen bin, da war die Tür zwar zu, aber nicht mehr abgeschlossen“, sagt die 21-jährige Stephanie L. Sie beginnt mit der Suche nach dem Terrier. Zunächst im Treppenhaus des Acht-Parteien-Wohnhauses. Dann auf der Straße davor. Nichts. Sie ruft die Polizei an, doch die rückt wegen eines vermeintlich entlaufenen Hundes nicht aus. Und an einen Einbruch denkt Stephanie nach wie vor nicht. „An der Türe war ja nichts kaputt, und gefehlt hat aus der Wohnung weiter auch nichts.“ Bis tief in die Nacht hinein sucht das Paar, ohne Erfolg. Am nächsten Morgen steht die Polizei vor dem Haus. „Wir haben Ihren Hund gefunden“, sagt eine Beamtin. „Er ist leider tot.“

Lenni wurde in einem Papiercontainer am Wertstoffhof entsorgt.

Auf Bitten der Beamten fahren sie dem Polizeiwagen hinterher zum Wertstoffhof, wo der tote Lenni in einem Papiercontainer gefunden worden ist. In dem Container finden sich zudem Zeitungen, die aus der Wohnung des Paares stammen. „Ich bin Zahnarzthelferin, und die Zeitungen aus der Praxis haben immer so einen weißen Umschlag.“ Auch die Verpackung eines Bademantels liegt neben Lenni, eines Mantels, den sich Philipp wenige Tage zuvor gekauft hatte. „Lennis Zunge war blau. Verletzungen haben wir nicht gesehen. Die Polizei geht davon aus, dass er erdrosselt worden ist“, sagt Stephanie. Das Paar erstattet Anzeige bei der Inspektion in Fürstenfeldbruck.

Das Motiv des Täters liegt im Dunkeln. „Wir wohnen erst seit einem halben Jahr in dem Haus. Es war ganz selten, dass Lenni gebellt hat. Es hat sich auch niemand je bei uns über ihn beschwert“, sagt die 21-Jährige. Sie vermutet, dass es sich bei dem Täter um jemanden handeln muss, der die Lebengewohnheiten des Paares kennt und wusste, dass es nicht zu Hause war. „Das kann kein Zufall sein.“

Nach Hause ist Lenni nicht mehr gekommen. Stephanie und Philipp haben ihren Hund mit nach Puchheim genommen, zum Haus der Familie. Dort wurde Lenni im Garten bestattet.

Von Sascha Karowski

Rubriklistenbild: © fkn

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