Abrisstermin steht

Bagger rollen an - dann ist dieses Traditionsgasthaus Geschichte

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Kurzlebig: Am 28. Mai wird der Gasthof zur Eiche abgerissen, dann verschwindet auch das Graffiti. 

Noch ein paar Wochen, dann beenden die Bagger die Geschichte des Gasthofs zur Eiche in Planegg. Bis dahin soll das leerstehende Gebäude aber noch sinnvoll genutzt werden.  

Planegg– Die beiden Treppenaufgänge zum Biergarten sind mit meterhohen Pressspanplatten verbarrikadiert, im Norden schließt ein Bauzaun das Grundstück ab. Schilder weisen darauf hin, dass der Gasthof zur Eiche geschlossen und das Betreten des Grundstücks verboten ist. Trotzdem prangt seit vergangenem Wochenende ein weithin sichtbares schwarz-silbernes Graffiti auf der Ostseite des leer stehenden Gebäudes.

Der unbekannte Künstler, der eigens für sein Werk das Vordach erklomm, ist nicht der einzige Besucher. Auch die Feuerwehr schaute schon einmal vorbei, allerdings für eine Übung: Brand in der Küche im Erdgeschoss, Menschen im ersten Stockwerk vom Feuer eingeschlossen. „Wenn man ein Abbruchhaus in der Größe hat, in dem man Türen aufbrechen und Fenster einschlagen darf, ist das realistischer“, sagt Kommandant Martin Heizer. Gut zwei Monate haben er und seine Kameraden noch Zeit, Einsätze auf dem Gelände am S-Bahnhof zu simulieren. Am Montag, 28. Mai, beginnt der Abriss.

Ende Dezember schloss Wirt Bernhard Kursawe, Pächter der in Gemeindebesitz befindlichen Eiche, den Gasthof ab, der der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes weichen muss. Ende Januar kam der Fällkran. Innerhalb eines Tages wurden 35 Bäume entfernt, vor allem weißblühende Kastanien im Biergarten. Dort, wo sie einst Schatten spendeten, soll nach dem Abbruch des Gebäudes der Bauschutt gelagert werden, bis er beprobt und klassifiziert ist und abtransportiert werden kann. Fünf Wochen hat das Planegger Bauamt dafür eingeplant. Am Montag, 2. Juli, soll mit dem Erdabtrag begonnen werden. Gasthof und Biergarten liegen mehrere Meter über dem Niveau der Bahnhofstraße. Das Gelände wird komplett abgeschoben. Auch die mächtige Stützmauer zum Bahnhof hin verschwindet.

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