Tierischer Einsatz in Starnberg

Entendrama: Küken halten Feuerwehr auf Trab

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Laut piepsend kauerten die Entenküken in einem Gullyschacht. Die Feuerwehr konnte sie schließlich retten.

Starnberg - Eine Entenmama mit ihren fünf flauschigen Küken hat die Starnberger Feuerwehr auf Trab gehalten. Die freiwilligen Helfer retteten die Tiere aus einem Gullyschacht. Doch die Entenfamilie watschelte sofort ins nächste Dilemma.

Ente gut, alles gut, konnte die Feuerwehr Starnberg am Samstagabend nach der aufregenden Tierrettung melden. Passanten hatten am Bahnhofsplatz in Starnberg eine aufgeregte Entenmutter entdeckt, die laut quakend um einen Gullydeckel lief. Als die Leute sich dem Gully näherten, hörten sie lautes Piepsen aus dem Schacht - die Küken der Ente. Da eine Rettung ohne Werkzeug nicht möglich war und zudem ein Auto auf dem Deckel parkte, riefen die besorgten Bürger die Feuerwehr.

Zunächst mussten die Einsatzkräfte den Wagen mit so genannten Verschiebehebern anheben und dann mit Muskelkraft soweit verschieben, das der Gullydeckel frei zugänglich war. Dann konnte der Deckel mit Werkzeug geöffnet werden. Etwa fünfzig Zentimeter tief saßen fünf verängstigte Entenküken und schrieen laut nach ihrer Mama. Vorsichtig wurde eines nach dem anderen von einem Feuerwehrmann an die Oberfläche befördert und in eine Schachtel gesetzt. Die Entenmutter beobachtete die Rettungsaktion laut quakend von einem nahen Dach aus.

Um die Mutter wieder mit den Jungen zu vereinen, wurde die Schachtel zunächst an einem nahen Brunnen abgestellt. Die Entenmama flog sofort zu ihren Jungen die auch laut piepsend zu ihrer Mutter watschelten. Somit schien die Rettung zunächst geglückt und die Familienzusammenführung geklappt zu haben.

Fotos vom Entendrama: Küken halten Feuerwehr auf Trab

Fotos vom Entendrama: Küken halten Feuerwehr auf Trab

Die Feuerwehrler hatten die Rechnung aber ohne die Entenmama gemacht, diese wollte ihren Jungen nämlich möglichst schnell ihr eigentliches Lebensumfeld zeigen, den nahen See. Dieser Plan wurde von der Entenmutter auch sofort in die Tat umgesetzt. Dass der kürzeste Weg nicht der ungefährlichste ist, schien die Ente nicht zu interessieren. Erneut mussten die Helfer eingreifen und kurzzeitig die Bahnhofsstraße sperren, als die Entenfamilie diese überquerte. Das war aber nicht das einzige Hindernis. Zügig liefen die Wasservögel Richtung Bahngleise und bevor die Retter sie wieder einfangen konnten, schlüpften sie durch einen Zaun und liefen auf die Gleise.

Glücklicherweise stand auf diesem Gleis ein abgestellter Zug. Nach kurzer Rücksprache mit Bahnmitarbeitern konnten die Jungen wieder von ihrem Retter eingefangen werden. Die Küken wurden schließlich auf sicherem Wege durch die Bahnunterführung an den nahegelgenen See gebracht. Schon nach kurzer Zeit kam die Entenmutter angeflogen und die endgültige Familienzusammenführung war geglückt. Laut schnatternd watschelte die Entenhorde in den See und schwamm davon. Auch die Helfer waren glücklich und beendeten den Einsatz nach über einer Stunde.

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