Strecke fünf Stunden dicht

Entgleister Zug: Erste Ergebnisse

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Der Zug legte stundenlang die Strecke lahm.

München - Weil ein Güterzug aus den Gleisen gesprungen war, war die Strecke München – Markt Schwaben am Donnerstagmorgen fünf Stunden lang dicht. Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei ist der Grund für den Unfall gefunden.

Ein Rangierer hat sich von einer verzögerten Weichenstellung täuschen lassen.

Gegen 8.40 Uhr befuhr ein von dem Angestellten ferngesteuerter Güterzug gegen mit drei Wägen die Strecke an der Ausweichanschlussstelle Heimstetten. Als es bei einer Weichenstellung zu einer unvorhergesehen zeitlichen Verzögerung kam, konnte der ferngesteuerte Güterzug nicht mehr rechtzeitig vor der Weiche angehalten werden. Bei der anschließenden Überprüfung nahm der Rangierer an, dass er den Zug wieder problemlos zurückfahren konnte.

Dies erwies sich jedoch als Trugschluss. Beim Zurücksetzen entgleisten zwei Drehgestelle bei geringer Geschwindigkeit von rund fünf Stundenkilometern. Dabei wurde der Radkranz etwa fünf Zentimeter angehoben. Die Folge: Zwei Wägen sprangen aus den Schienen.

Der Rangierer hatte gehofft, durch das Zurücksetzen des Güterzuges zeitliche Beeinträchtigungen des Zugverkehrs zu vermeiden – bis Mittags kam es allerdings auf der Strecke zu erheblichen Verzögerungen.

tz

Zug entgleist: S2 lahmgelegt 

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