Nach Vorfall in Miesbach 

Er verging sich an schlafender 22-Jähriger: Barkeeper muss nicht ins Gefängnis

Der Hammer ist gefallen: Der 36-jährige Mann, der im Sommer eine schlafende Frau vergewaltigt haben soll, ist verurteilt worden. Aber nicht wegen Vergewaltigung.

Miesbach – Der 36-jährige Mann, der sich heuer im Sommer in Miesbach an einer schlafenden jungen Frau (damals 22) vergangenen hat, muss nicht ins Gefängnis. Das Amtsgericht München verurteilte den türkischen Staatsbürger aus dem Raum Miesbach zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe. Es sprach ihn der sexuellen Nötigung schuldig. Als Auflage muss er der Frau 1500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Sein Verteidiger hatte Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft wegen Vergewaltigung drei Jahre Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Anklage hatte dem 36-Jährigen vorgeworfen, sein Opfer mit zwei Fingern vergewaltigt zu haben. Der Mann wiederum schilderte vor Gericht einvernehmliche Intimitäten. Der Abend soll demnach sehr lustig gewesen sein und später auch sehr intim, da die Frau glaubte, sie seien allein in der Bar. Als sie jedoch das Lachen der beiden letzten, verbliebenen Gäste vernahm, sei sie zusammengezuckt, habe sich umgehend angezogen und das Lokal angeblich mit den Worten verlassen: „Mein Gott, ist mir das peinlich.“ Am nächsten Abend wurde der 36-Jährige verhaftet. Er kam bis Mitte September in U-Haft. Möglicherweise droht dem Mann ein weiteres Verfahren, sollte die Staatsanwaltschaft in Berufung gehen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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