Große Bitte der Jäger

Tod in der Mähmaschine: Landwirte sollen Rehkitze schützen - Appell der Jäger

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Versteckt in der hohen Wiese glaubt die Rehgeiß ihr Kitz in Sicherheit. 

Viele Rehkitze sterben jährlich einen grausamen Tod durch die scharfen Mähmaschinen der Bauern. Um das zu verhindern, wenden sich die Jäger nun mit einem eindringlichen Appell an die Landwirte.

Erding – In wenigen Tagen beginnt auf den Wiesen im Landkreis Erding der erste Grasschnitt. Leider werden gerade in diesen Tagen viele Rehkitze geboren. Diese versteckt die Rehgeiß im hohen Gras – und glaubt sie dort in Sicherheit. Durch das Mähen werden die Jungtiere aber immer noch zu oft Opfer der Kreiselmähwerke.

Erding: Mähzeit beginnt - Landwirte sollen Rehkitze schützen

Um den vielfachen Kitztod zu vermeiden, bitten die Jäger um die Mithilfe der Landwirte. Steht der Mähtermin fest, sollte möglichst schon einige Zeit vorher der zuständige Jäger verständigt werden. Er sucht dann die Kitze in den Wiesen, wobei ihm oft sein Hund hilft. Oder es werden Scheuchen aufgestellt, um die Rehe aus den Wiesen zu vertreiben.

Tod von Rehkitzen: Jäger brauchen frühzeitige Informationen

Seit einigen Jahren laufen auch im Landkreis Erding Versuche, wie die Kitze mittels Drohnen aufgespürt und gerettet werden können. Die Jäger sind sehr bemüht, den Tieren mit dieser neuen Technik zu helfen.

Auch der Landwirt kann mitwirken, indem er einen Tag vor der Mahd die Wiesen „anmäht“ um damit Rehgeiß und Kitz zu vertreiben. Nicht zuletzt das Mähen von innen nach außen kann helfen, den Tieren die Möglichkeit zur Flucht zu geben. Ist doch etwas passiert, sollte gleich der Jäger verständigt werden, der das Kitz mit seinen oft schrecklichen Verletzungen erlöst.

Auch im Landkreis Weilheim haben Jäger zu einem ähnlichen Vorgehen aufgerufen, denn auch dort sterben jährlich viele Rehkitze den grausamen Mähmaschinen-Tod.

In Freising hingegen machen eher die erwachsenen Rehe Probleme. Innerhalb kürzester Zeit kam es dort zu fünf Wildunfällen. Damit sowas nicht noch öfter passiert, hat die Polizei nun Tipps gegeben, wie man als Autofahrer Wildunfälle vermeiden kann.

von Franz Streibl

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