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Krätze-Ausbruch am Klinikum - mehrere Mitarbeiter betroffen

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Von: Hans Moritz

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Schon wieder Krätze-Alarm im Landkreis Erding. Diesmal ist das Klinikum an der Bajuwarenstraße betroffen, wie Pressesprecherin Daniela Fritzen am Donnerstagnachmittag mitteilte.

Erding - Bisher sind fünf Erkrankungen bei Mitarbeitern bekannt, die alle auf der selben Station arbeiten. Um welche es sich handelt, wurde nicht gesagt. Fritzen versichert aber, „dass alle Infizierten bis zum Nachweis des Behandlungserfolgs nicht eingesetzt werden“. Ein erstes Screening habe ergeben: „Patienten sind nach bisherigem Kenntnisstand nicht betroffen.“

Aktuell, so Fritzen weiter, treffen die Verantwortlichen im Klinikum in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die erforderlichen Maßnahmen, um zügig für alle Mitarbeiter und Patienten eine Ansteckungsgefahr ausschließen zu können. Die Behandlung sei bereits angelaufen.

Der Fokus liege dabei auch auf einer prophylaktischen Behandlung der engen Kontaktpersonen der Erkrankten. Zusammenhänge zum Auftreten der Krätze in anderen Einrichtungen im Landkreis werden derzeit geprüft.

Erst vor zwei Wochen war im östlichen Landkreis die Krätze bekannt geworden – zunächst im Pflegeheim Aloisium in Hohenpolding sowie in einem Kindergarten und in einem Flüchtlingsheim in Taufkirchen.

Krätze, wissenschaftlich Skabies genannt, kann unter anderem mittels Cremes sehr schnell und effektiv behandelt werden. Die Ansteckungsgefahr schwindet binnen Stunden.

Krätze ist eine parasitäre Hautkrankheit, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Eine Ansteckung ist nur dann wahrscheinlich, wenn der Körperkontakt großflächig, lang und kontinuierlich genug ist. Händeschütteln oder eine kurze Umarmung reicht in der Regel für eine Ansteckung nicht aus.

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