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Nach Stammzellen-Typisierung in Erding 

Zwischen Tiefpunkt und Wunder: Bernd Wiesner kämpft um sein Leben

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Wird alles wieder gut? Bernd und Sonja Wiesner haben die große Hoffnung, die Leukämie zu besiegen

Die gute Nachricht: Für den leukämiekranken Bernd Wiesner ist ein Stammzellenspender gefunden. Die schlechte Nachricht: Der Zustand des 43-Jährigen hat sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Jetzt zählt jede Sekunde.

Erding - Es war ein Zeichen des Zusammenhalts und des Mitgefühls, als am letzten Sonntag in den Sommerferien 500 Menschen in die Herzog-Tassilo-Realschule in Erding kamen, um sich typisieren zu lassen. Die Aktion angestoßen hatte die in Erding überaus beliebte Lehrerin Sonja Wiesner. Bei deren Mann war heuer Leukämie diagnostiziert worden – eine besonders schwere Form noch dazu. Der 43-jährige Beschäftigte bei der Regierung von Niederbayern – das Paar ist im Kreis Landshut zu Hause – kann nur mit einer Stammzellspende gerettet werden. 

Die gesamte Schulfamilie und die Selbsthilfegruppe Leukämie Landshut zogen an einem Strang. Jetzt ist das Wunder wahr geworden: Es gibt unter Millionen von Menschen den passenden Spender für Bernd Wiesner. Ob der Unbekannte vielleicht sogar aus der Aktion an der Herzog-Tassilo-Realschule hervorgegangen ist, steht noch nicht fest, in jedem Fall handelt es sich um einen Spender Deutschland.

Bernd Wiesner im „akuten Zustand“

Doch so richtig Gelegenheit, sich zu freuen, haben die Wiesners nicht. Denn sein Zustand hat sich in den vergangenen Tagen drastisch verschlechtert. Die 37-Jährige berichtet, dass die Leukämie vom chronischen in den akuten Zustand übergangen sei. Bernd Wiesner kam sofort in die Regensburger Universitätsklinik. Dort muss sich der 43-Jährige einer weiteren Chemotherapie unterziehen. „Die Plasten in seinem Blut müssen zurückgedrängt werden“, schildert seine Gattin. „Diese Entwicklung hat ihm noch einmal den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir müssen jetzt alle ein weiteres Mal richtig kämpfen.“

Das gilt auch für die Ärzte in Regensburg. Denn jetzt heißt es, keine Sekunde zu verlieren. Die Spender-Stammzellen sollen Bernd Wiesner bereits in etwa zwei Wochen übertragen werden. Gleichzeitig muss das Immunsystem von Bernd Wiesner heruntergefahren werden, damit es zu keinen Abstoßungsreaktionen kommt.

Zwischen Hoffen und Bangen

Die Wiesners sind zwischen Hoffen und Bangen. Denn wenn es glückt, den akuten Leukämieschub in den Griff zu bekommen und die Stammzelenl-Übertragung gelingt, hat Bernd Wiesner die Chance, wieder ganz gesund zu werden.

Sonja Wiesner ist jetzt fast rund um die Uhr bei ihrem Mann, der um sein Leben kämpft. Wieder hat sie Freunde, Verwandte und die gesamte Herzog-Tassilo-Schulfamilie hinter sich. Gemeinsam hoffen sie auf ein neues Leben für Bernd Wiesner.

Hans Moritz

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