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Bayerisches Prater-Feeling am Tegernsee? Neue Attraktion eröffnet - „Alle Fahrgäste begeistert“

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Von: Alexandra Korimorth

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Aus Österreich war diese achtköpfige Gruppe eigens zum Riesenradfahren an den Tegernsee gekommen.
Aus Österreich war diese achtköpfige Gruppe eigens zum Riesenradfahren an den Tegernsee gekommen. © ak

Der große Ansturm blieb zum Auftakt wetterbedingt noch aus. Doch das Riesenrad in Seeglas hat schon einen Vorgeschmack auf seine Qualitäten als Attraktion gegeben: Viele fuhren eigens an den Tegernsee.

Gmund – Der große Ansturm auf das Gmunder Riesenrad von Maximilian Fahrenschon von der gleichnamigen Rosenheimer Schausteller- und Festwirtsfamilie blieb am Samstag wetterbedingt aus. Dabei war der Zulauf von Familien, Pärchen und kleineren Ausflugsgruppen in den ersten beiden Stunden, in denen es noch nicht regnete, rege und kontinuierlich.

Alle waren sie gezielt wegen der neuen Attraktion nach Seeglas gekommen. Keiner, besonders keiner der kleinen Besucher, dem der „Himmel der Bayern“ – so der Name des weiß-blauen Riesenrads – nicht ein Lachen ins Gesicht gezaubert hätte. Mancher sprach in Anlehnung an das berühmte „London Eye“ an der Themse vom „Gmund Eye“ und schwärmte vom Weitblick über den See.

Neue Attraktion am Tegernsee: Riesenrad eröffnet in Gmund - es dreht sich relativ schnell

Eine achtköpfige Gruppe aus Österreich, die sich mit Dirndl und Lederhosen aufgemaschelt und mit reichlich Getränken versorgt hatte, kam eigens wegen des Instagram-Effekts angereist. Sie sprachen von bayerischen Prater-Feeling, wobei das Riesenrad im Wiener Prater 65 Meter aufweist. Mit seinen 25 Metern sieht der „Himmel der Bayern“ dagegen eher putzig aus. Aber es hat es in sich, denn es dreht sich relativ schnell.

Riesenrad in Gmund am Tegernsee: Je vier Personen haben in einer Gondel Platz

Am Samstag ließ Betreiber Maximilian Fahrenschon 80er-Jahre-Songs dazu spielen. Durch die Glasscheiben und das Dacherl sind die je vier Fahrgäste pro Gondel zwar (solange man sitzen bleibt) gut vor Regen und Wind geschützt, aber die Temperaturen waren so ungemütlich, dass nur wenige gleich noch einmal weitere fünf Runden wollten. Viele, insbesondere Pärchen, haben angekündigt, dass sie wiederkommen werden, wenn es wärmer und lauschiger ist, und wenn abends die Lichter bunt am „Himmel der Bayern“ leuchten.

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Fahrenschon, dessen Familie von 12. bis 16. Mai 2022 auch zum Gmunder Volksfest lädt, freut sich, dass sein neues Riesenrad, das gerade erst einen Monat in Rosenheim im Einsatz war, am Tegernsee so gut ankommt: „Alle Fahrgäste sind begeistert und finden es super“, erzählt Fahrenschon stolz. Er hatte das Riesenrad angestoßen, nachdem er im Archiv seiner Schausteller- und Festwirtsfamilie Unterlagen und Fotos von deren allererstem Fahrgeschäft gefunden hatte: einem Holzriesenrad, das Foto stammte aus dem Jahr 1894.

Neues Riesenrad am Tegernsee: „Alle Fahrgäste sind begeistert“

Die dazugehörige Konzertorgel, die noch im Besitz der Familie ist, wurde liebevoll restauriert. Dass sie bei schönem, trockenem Wetter vielleicht auch in Gmund zum nostalgisch-romantischen Einsatz kommt, wollte Fahrenschon nicht ausschließen.  ak

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