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Tochter verurteilt

Erstes Urteil im Notzing-Mord gefallen

Hier geschah das Verbrechen

Notzing/Freising – Neun Monate nach dem Doppelmord von Notzing gibt es ein erstes Urteil. Cornelia R., die heute 18 Jahre alte Tochter der Opfer Heidi (54) und Franz (60) R. wurde vom Amtsgericht Freising zu sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Zur Tatzeit war die Auszubildende 17 Jahre alt. Das Gericht sah es nach achtstündiger Verhandlung als erwiesen an, dass sich Cornelia R. der Beihilfe zur Strafvereitelung schuldig gemacht hat. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Verteidigung Rechtsmittel einlegen wird.

Die Verurteilte hatte am 30. März dieses Jahres ihrem Ex-Freund Christoph W. dabei geholfen, die Leichen ihrer Eltern verschwinden zu lassen. Vater und Mutter waren vom damals 21-Jährigen mutmaßlich erschlagen und erstochen worden. Er passte nach der Bluttat seine damalige Freundin ab und forderte sie auf, ihm bei der Beseitigung der Spuren zu helfen. Wie berichtet, wurde der Körper von Franz R. zunächst in einen Rohbau nach Isen geschafft, wo er verbrannt werden sollte. Als das misslang, scheiterte auch der Versuch, die Leiche am Notzinger Weiher zu vergraben. Schließlich wurde er im eigenen Garten verscharrt – neben seiner Frau.

Cornelia R. hatte Christoph W. darüber hinaus geholfen, das Haus zu reinigen sowie eine falsche Fährte zu legen. Dem nichts ahnenden Bruder der Verurteilten wurde vorgegaukelt, die Eltern seien im Urlaub. Dazu wurde das Auto am Erdinger S-Bahnhof abgestellt.

Zwei Tage später flog der Mord auf. Christoph W. stellte sich der Polizei, Cornelia R. wurde von den Kriminalern bei ihrem Bruder angetroffen. Zunächst wurde die junge Frau in Taufkirchen psychiatrisch behandelt. Ein Gutachter stellte aber ihre volle Schuldfähigkeit fest. Strafmildernd wurde anerkannt, dass die Jugendliche in einer psychischen Ausnahmesituation gehandelt haben muss.

Der Prozess fand unter besonderen Vorkehrungen statt. Nicht einmal der Termin der nicht-öffentlichen Verhandlung wurde mitgeteilt – nach Aussage des Gerichts zum Schutz der Angeklagten.

Der Hauptprozess gegen Christoph W. findet ab dem 29. Januar vor dem Landgericht Landshut statt. Dort dürfte die junge Frau als Zeugin gehört werden. Dem jungen Freisinger droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Auch er war für voll schuldfähig erklärt worden.

Hans Moritz

Alles zum Notzing-Mord finden Sie hier

Doppelmord: Die Bilder vom Tatort

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