Eschentriebsterben

Isarradweg: Landratsamt lässt Bäume fällen

Radfahrer müssen am Isarradweg bald mit Sperrungen rechnen. Der Grund ist ein Pilz, der den Eschen an der Strecke den Garaus macht.

Landkreis - Das grassierende Eschentriebsterben beschäftigt das Landratsamt: Bäume sind durch einen Schadpilz irreversibel geschädigt, teils herrscht Umsturzgefahr. Damit die Sicherheit im Schatten der Bäume weiterhin gewährleistet ist, stehen umfangreiche Fällarbeiten an – insbesondere entlang des Isarradwegs.

Der Radweg, für den der Landkreis zuständig ist, ist beliebt und dementsprechend stark frequentiert. Die Arbeiten starten im November. Radfahrer und Erholungssuchende müssen voraussichtlich während der Herausnahme der Bäume mit Behinderungen rechnen. Für die Fällungen ist auch der Einsatz von schwereren Maschinen erforderlich. Daher kann es aus Sicherheitsgründen zu einer zeitlich befristeten Sperrung von einzelnen Abschnitten des Isarradwegs kommen.

Holz wird als Möbel- und Brennholz verwertet

Das entnommene Holz wird, soweit wie möglich, entsprechend verwertet, beispielsweise als Möbel- oder Brennholz. Sofern in bestimmten Bereichen eine Nachpflanzung erforderlich wird, wird sukzessiv mit standortgerechten und gebietsheimischen Baumarten nachgepflanzt.

Das Eschentriebsterben wird durch einen Pilz ausgelöst („Falsches Weißes Stengelbecherchen“), der ursprünglich aus Ostasien stammt und erstmals 2002 in Deutschland nachgewiesen wurde. Seitdem hat sich der Schädling, der unweigerlich zu einem Absterben des Baumes führt, stetig weiterverbreitet. Eine direkte Bekämpfung der Krankheit ist nicht möglich. Mittlerweile sind alle Bundesländer und viele europäische Staaten betroffen.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn / LWF/Dr. Ralf Petercord

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