Großfeuer in Poinger Anwohner-Tiefgarage

Poing - Eine unheilverkündende Rauchsäule wies den Feuerwehren am Freitagnachmittag schon von Weitem den Weg. Doch da war bereits alles zu spät.

Bei dem Großbrand in der Tiefgarage der Parksiedlung Poing (Landkreis Ebersberg) sind wahrscheinlich 47 Autos, zwei Motorräder und zwei Roller zerstört worden. Es entstand ein Millionenschaden. Zudem muss nun die Statik des Bauwerks überprüft werden.

Zeitweise bestand Explosionsgefahr – ein lebensgefährlicher Job für die 16 Feuerwehrleute, die in der Tiefgarage löschten. Insgesamt waren 155 Feuerwehrler im Einsatz. Die Anwohner wurden mit Gebläsen vor dem direkt neben den Wohnhäusern aufsteigenden, giftigen Rauch geschützt.

Bilder vom Einsatzort

Brand einer Tiefgarage in Poing

Der Brand in der 150 Meter langen und 70 Meter breiten Anwohner-Tiefgarage brach gegen 15.30 Uhr offensichtlich in einem mit Gas betriebenen Auto aus. Die Feuerwehrleute kämpften sich in völliger Dunkelheit an den Brandherd vor. Aus dem Inneren waren immer wieder dumpfe Explosionen zu hören. Das waren die Reifen, die in der enormen Hitze platzten. Zudem bestand die große Gefahr, dass auslaufender Sprit das ganze Untergeschoss schlagartig in Flammen setzen könnte.

Nach bangen 30 Minuten hatten die Feuerwehrleute das immer wieder aufflackernde Feuer in ihrer Gewalt. als es nach 50 Minuten endlich gelöscht war, meldete sich eine Passantin, die in der Garage Kinderstimmen gehört haben wollte. Glücklicherweise bestätigte sich dieser Verdacht aber nicht.

Drei Autos sind total zerstört, die anderen von Ruß und Hitze schwer beschädigt. Ob da noch was zu retten ist, müssen nun die Versicherungen entscheiden. Ob ein technischer Defekt den Brand auslöste, ist noch unklar. Auch Brandstiftung ist noch nicht ausgeschlossen. 

Von Dorita Plange

Rubriklistenbild: © dul

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