Aschheim entgeht knapp einer Mega-Explosion

Aschheim - Benzin im Ausguss eines Kellers hätte am Sonntagabend in Aschheim fast zu einer Explosion geführt. Zwei Mehrfamilienhäuser mussten evakuiert werden. Bislang weiß niemand, wer für die Beinahe-Katastrophe verantwortlich ist. Die Kripo ermittelt.

„Ein Funke hätte genügt, dann wäre das Gemisch explodiert“, sagt Aschheims Feuerwehrkommandant Helmut Meier. Gerade noch rechtzeitig konnten die Einsatzkräfte die Gefahr bannen, weil laut Polizei ein Bewohner rechtzeitig starken gasähnlichen Geruch im Treppenhaus bemerkte und sofort den Notruf wählte. Gegen 20.20 Uhr rückten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in die Mondstraße aus. Mit Messgeräten machten sich die Einsatzkräfte auf die Suche nach der Ursache des Geruchs. „Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir den Ausgangspunkt gefunden haben“, berichtet Meier. Im Keller kommen die Feuerwehrleute schließlich auf die richtige Spur. Jemand hatte in einem der Kellerräume Benzin in den Ausguss einer unterirdischen Abwasserhebeanlage gekippt. „Zusammen mit Sauerstoff ist das ein hochexplosives Gemisch“, sagt der Feuerwehrkommandant. Mit Pumpen mussten die Helfer ingesamt 60 Liter Wasser und Benzin aus dem Untergrund absaugen und die Anlage so lange mit Wasser spülen, bis die Messwerte wieder im grünen Bereich waren.

Während des Einsatzes wurden das Haus und das Nachbargebäude, in denen insgesamt etwa 50 Bewohner zum Einsatzzeitpunkt zu Hause waren, evakuiert. Sie wurden zuerst im Rettungsbus der Berufsfeuerwehr München betreut und später ins Aschheimer Feuerwehrhaus gebracht. Nach etwa drei Stunden bangen Wartens konnten sie wieder zurück in ihre Wohnungen.

Die Polizei sucht jetzt nach dem Verantwortlichen, der das Benzin im Keller entsorgt hat. „Benzinkanister wurden beim ersten Durchschauen im Keller nicht gefunden und angeblich haben auch vier Häuser mit insgesamt hundert Mietparteien Zugang zu diesem Raum“, weiß Meier. Die Kriminalbeamten des Fachkommissariats 13, zuständig für Brände und gemeingefährliche Delikte, haben nun die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die etwas beobachtet haben, können sich melden unter Tel. 2 91 00.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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