Elternbrief kursiert auf Facebook

Schule warnt vor rothaariger Frau

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Dieser Elternbrief kursiert derzeit im Internet.

Karlsfeld – Die Warnung vor einer rothaarigen Frau geht gerade im Internet herum. Auf Facebook hat eine Mutter einen Elternbrief des Karlsfelder Grundschuldirektors Roland Karl gepostet.

Die Warnung vor einer rothaarigen Frau geht gerade im Internet herum. Auf Facebook hat eine Mutter einen Elternbrief des Karlsfelder Grundschuldirektors Roland Karl gepostet. Darin geht der Leiter der Grundschule an der Krenmoosstraße auf einen Vorfall Mitte Juli ein: „Letzte Woche wurde im Bereich Handwerkersiedlung ein Schüler von einer rothaarigen Frau angesprochen, er solle doch in ihr Auto einsteigen. Der gleiche Vorfall hat sich auch schon voriges Jahr einmal zugetragen“, schreibt Karl. Er bittet die Eltern, mit ihren Kindern über das Verhalten Fremden gegenüber zu sprechen.

Björn Scheid von der Dachauer Polizei warnt vor Panikmache. „Wir stufen den Vorfall sehr niedrig ein.“ Das heißt, es ist nicht von einer ernsthaften Gefahr auszugehen. Die Tatsache, dass eine etwa 50-jährige Frau einen 13-jährigen Schüler anspreche, lasse nicht auf ein klassisches sexuelles Motiv schließen. Die Polizei habe zudem an den nachfolgenden Tagen die Gegend überwacht und nichts Auffälliges festgestellt. Es sei auch keine weitere Situation gemeldet worden.

Der von Rektor Karl angesprochene Fall aus dem vergangenen Jahr ist auch polizeibekannt: Im Juni 2014 soll ein Mädchen in der Parkstraße von einem Mann aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Er soll ihr Süßigkeiten versprochen haben, berichtet Scheid. Das seien allerdings die einzigen beiden Vorkommnisse dieser Art in den vergangenen beiden Jahren.

Schulleiter Roland Karl berichtet, er habe von dem Vorfall von der Mutter des Kindes erfahren und daraufhin beschlossen, dass die Lehrer mit den Schülern darüber sprechen sollen. Auf Bitten der Eltern habe er dann noch einen Elternbrief geschrieben. „Das ist einfach ein schwieriges Thema. Man ist hellhörig, als Schule muss man irgendwie reagieren. Aber ich denke, es besteht kein Grund zur Panik.“

sue

 

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