Ungewöhnlicher Tag für Freisinger Floriansjünger

Fehlalarme und angebranntes Essen - Feuerwehr-Sprecher: „Da fehlen mir die Worte“

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So einen Tag haben die Floriansjünger der Feuerwehr Freising auch schon lange nicht mehr erlebt: Gleich vier Mal mussten sie am Mittwoch ausrücken – und vier Mal kehrten sie fast unverrichteter Dinge wieder in die Wache zurück.

Freising – Los ging die Einsatz-Odyssee am Morgen gegen 8 Uhr: Gemeldet wurde ein Küchenbrand an der Isarstraße – „im Endeffekt war’s dann ein angebrannter Toast“, sagt Florian Wöhrl, Pressesprecher der Feuerwehr Freising. Ein Rauchmelder habe wohl ausgelöst – und die Nachbarn hätten dann die Feuerwehr alarmiert. Unter dem Strich: „Viel heiße Luft um nichts“ – im wahrsten Sinne des Wortes.

Nur 20 Minuten später piepste der Melder an den Gürteln der Floriansjünger erneut: Dieses Mal hieß es Feueralarm im Förderzentrum an der Gartenstraße. Doch auch hier war ein Einsatz nicht notwendig – jemand hatte den Druckknopfmelder mutwillig betätigt und die Wehr so alarmiert. Die Einsatzkräfte rückten wieder unverrichteter Dinge ab.

Das Szenario vom Morgen wiederholte sich am Abend – nur in anderem Maßstab. Kurz nach 20 Uhr ging die Meldung eines Hochhausbrands ein – „in einem Gebäude mit sieben Etagen und 95 Bewohnern“, erklärt Wöhrl. Beide Freisinger Feuerwachen inklusive einigen RTW rückten aus – nur um vor Ort erneut angebranntes Essen festzustellen. Der Notruf sei ursprünglich unter der 110 eingegangen, sagt Wöhrl. Von dort aus wurde die Information an die Integrierte Leitstelle weitergegeben. Wöhrl erklärt: „Wenn diese Stichworte – Hochhaus, Brandereignis – fallen, bedeutet das Vollalarm für beide Wachen.“ Heißt auch: Die Ehrenamtler lassen alles stehen und liegen – und machen sich in Windeseile auf den Weg zum Einsatz. Auch, wenn es in diesem Fall wohl angebrannte Kartoffeln waren.

Doch die Floriansjünger hatten ihre Einsatzkleidung noch nicht abgestreift, als der Alarm ein weiteres Mal schellte. An der Weinmillerstraße soll es in einem Gebäude brennen. Wieder machten sich die Feuerwehrler auf den Weg – und wieder war es ein mutwillig ausgelöster Druckknopfmelder. „Da fehlen mir die Worte. Das ist schon sehr ärgerlich“, sagt Wöhrl. Oder, wie er auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Freising schreibt: „Tage gibt’s. . .“

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