Barrierefreier Ausbau

Neuer Bahnhof mit stählernem Schönheitsfehler

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Über einen Monat werden hier am Bahnhof Feldkirchen während des Umbaus keine Züge fahren können. 

Mitte März beginnen die lang ersehnten Bauarbeiten zum barrierefreien Umbau des Feldkirchner Bahnhofs. Doch die Freude darüber, dass der Umbau nach jahrelangem Kampf nun endlich beginnt, wird von einem Schönheitsfehler getrübt.

Feldkirchen–  Mehrfach werden während der Bauarbeiten die Zugänge zu den Gleisen tageweise gesperrt. Zwischen 23. März und 7. Mai fahren weder Züge noch S-Bahnen, die Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen. Die Fertigstellung des Projekts, für das die Gemeinde 3,7 Millionen Euro ausgeben wird, ist für Mai 2019 geplant.

Doch die Freude darüber, dass der Umbau nach jahrelangem Kampf nun endlich beginnt, wird von einem Schönheitsfehler getrübt. Denn, wie Norman Eckinger aus dem Bauamt im Gemeinderat berichtete, soll die Stahlwand der Baustelle auch nach den Bauarbeiten gut sichtbar stehen bleiben. Zum Entsetzen von einigen Gemeinderäten.

Die sogenannte Spundwand besteht aus Stahlplatten, die in den Boden gerammt werden. „Mir gefällt das auch nicht, aber das ist aus statischen Gründen wohl notwendig und eine Betonwand wäre wohl deutlich teurer“, sagte Eckinger. Franz Golibrzuch (UWV) war über diese Information so entsetzt wie die meisten Gemeinderatskollegen. „Diese Stahlplatten werden doch sonst nach dem Ende der Baumaßnahmen wieder herausgezogen, warum bleiben die bei uns stehen?“ Bürgermeister Werner van der Weck (SPD) erläuterte, dass diese Wand stehen bleiben müsse, um die seitliche Last der neuen Rampe sowie der neuen Gleise auffangen zu können.

Grünen-Gemeinderätin Simone Krois konnte nur den Kopf schütteln: „Diese rostige Stahlwand steht dann ja später mitten auf dem Bahnhofsplatz. Da müssen wir schon eine ganz tolle Lösung finden, in China zum Beispiel haben sie daraus mal einen Gartenstreifen gemacht.“

Andreas Janson (UWV) stimmte Krois zu, aus seiner Sicht sei eine Spundwand nichts weiter als eine Baustellenabsicherung und optisch ganz gewiss nicht geeignet, um den neuen Bahnhofsvorplatz zu zieren. „Die Stahlplatten einer Spundwand sind ja immer unterschiedlich hoch, wie ein Sägezahn, da wird es ganz bestimmt nicht einfach, etwas Vernünftiges oben drauf zu bauen. Nicht vergessen sollten wir auch den Aspekt, dass eine Spundwand das Grundwasser aufstaut“, sagte Michael Burger.

Christian Wurth von den Parteifreien bat die Feldkirchner Verwaltung zu prüfen, ob die Spundwand auf Gemeindegrund oder auf dem Grund der Deutschen Bahn stehen wird. „So eine Wand, die hält nämlich ewig, da sollten wir schon wissen, wo sie steht.“

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