Beliebter Landwirt gestorben

Feldmoching trauert um Christian Zech († 37)

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Ein Bild aus glücklichen Zeiten: Christian und Maria im Mai 2011 vor ihrem 21 Meter hohen Hochzeitsbaum.

Feldmoching - Ganz Feldmoching trauert um Christian Zech. Der beliebte Bauer starb mit nur 37 Jahren an Krebs. Rund 1000 Menschen nahmen zusammen mit Zechs Frau und seiner sechs Monate alten Tochter bei der Beerdigung Abschied.

Die Landwirtschaft war sein Leben, der Zehentmeierhof sein Zuhause. Feldmoching trauert um einen seiner bekanntesten Bürger: Christian Zech († 37) erlag vor wenigen Tagen seiner schweren Krebserkrankung. Der beliebte Bauer hinterlässt Ehefrau Maria (33) und seine erst sechs Monate alte Tochter Johanna.

"Christian konnte andere mitreißen und war ein Vorbild für viele Menschen"

Vor fünf Jahren bereits war Zech schwer an Krebs erkrankt. „Es war eine lange Leidenszeit mit drei Chemotherapien. Er hat immer wieder wie ein Löwe gekämpft – bis zum Schluss. In den vergangenen vier Wochen ging es Christian dann leider deutlich schlechter“, sagt Schwester Brigitte Feig (26). Am 29. Juli stirbt der Landwirt. „Sein Tod ist ein schwerer Schlag für die Familie. Christian stand mitten im Leben und war immer voller Energie, hat sich nie beschwert. Er konnte andere mitreißen und war ein Vorbild für viele Menschen.“

Am Zehentmeierhof in Feldmoching war Christian Zech als Hofnachfolger auserkoren – schon als kleiner Bub träumte er davon, Bauer zu werden. „Er liebte die Natur und hatte sein Hobby zum Beruf gemacht. Er hatte ein enormes Wissen über die Landwirtschaft. Schon als kleiner Bub saß er gerne auf dem Bulldog.“ Immer weniger Menschen wagen eine berufliche Laufbahn in der Landwirtschaft – „für Christian war es eine Berufung“. Auch für den Nachwuchs machte er sich stark und engagierte sich beim Prüfungsausschuss im Landwirtschaftsamt.

Mehr als 1000 Menschen nahmen bei Beerdigung Abschied

„Er wird immer in unseren Herzen bleiben“, sagt Witwe Maria. Auch sie war überwältigt von der riesigen Anteilnahme: Zum Trauergottesdienst in der Pfarrkiche St. Peter und Paul mit anschließender Beerdigung kamen mehr als 1000 Familienmitglieder, Freunde und Weggefährten. Darunter auch viele tief betroffene Feldmochinger Trachtler. Bei den Riadastoana war Zech Vorplattler. „Wir werden ihn als liebenswerten, zuverlässigen, hilfsbereiten, lebensfrohen und von allen sehr geschätzten Vereinskameraden und Freund vermissen“, schreiben die Trachtler auf ihrer Internetseite. „Er ging von uns in der Blüte seines Lebens. Seinen unermüdlichen Einsatz für alle Belange unseres Vereins werden wir nie vergessen und ihn stets in ehrenvoller Erinnerung behalten.“

Erst vor drei Jahren, im Mai 2011, heiratete Zech seine Traumfrau. Zum Polterabend organisierte die Familie gemeinsam mit den Trachtlern eine besondere Überraschung: Sie stellten die ehemalige Christbaumfichte vom Marienplatz, stolze 21 Meter hoch, als Hochzeitsbaum auf. Um Witwe Maria und Tochter Johanna wollen sich die Zechs vom Zehentmeierhof nun gemeinsam kümmern. „Wir sind eine Familie.“ Ihren Christian werden sie nie vergessen.

A. Thieme

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