Schlimmer Tod einer Mutter

Fesselmord in Gröbenzell: Neue Erkenntnisse zu Opfer und mutmaßlichem Täter

Am Mittwoch ist in einem Einfamilienhaus in Gröbenzell eine tote Frau gefunden worden - sie wurde wahrscheinlich ermordet. Die Hintergründe sind noch unklar. Nun gibt es neue Details über das Opfer und den mutmaßlichen Täter. 

Gröbenzell - Sie ist gekommen, um zu helfen – doch stattdessen fand Manuela E. (40) den gewaltsamen Tod. Davon geht derzeit jedenfalls die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck aus. Am Mittwochvormittag haben Polizisten in einer Wohnung an der Eschenrieder Straße in Gröbenzell die Leiche der Mutter einer kleinen Tochter gefunden – gefesselt, ermordet! Der mutmaßliche Täter, der nach tz-Informationen psychisch kranke Aron S. (27), wurde noch am Tatort festgenommen. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Gegen 9.30 Uhr ging bei der Dienststelle der Polizei in Gröbenzell der Notruf eines Nachbarn ein. Den Beamten erklärte er, er habe in der späteren Tatwohnung offenbar verdächtige Beobachtungen gemacht. Als die Polizei die Wohnung öffnete, fand man die leblose Frau. Nach tz-Informationen lag sie auf einem Bett und war nur spärlich bekleidet. Der in der Zwischenzeit alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Gab es eine innigere Beziehung zwischen Opfer und mutmaßlichem Täter?

Mitarbeiter der Spurensicherung und ein Rechtsmediziner inspizierten den Leichnam und kamen zu dem Ergebnis, dass Manuela E. keinen natürlich Tod starb – die Kripo Fürstenfeldbruck ermittelt in einem Mordfall! Unter dringendem Tatverdacht steht der 27 Jahre alte Aron S., der noch in der Wohnung war, als die Beamten auf die tote Frau stießen. Nach tz-Informationen lebte S. dort zusammen mit seiner Mutter und deren Lebensgefährten. Ob auch sie zum Zeitpunkt des Leichenfundes in der Wohnung waren, ist allerdings nicht bekannt.

Manuela E. wurde vergangenen Mittwoch in einem Einfamilienhaus in Gröbezell tot aufgefunden. 

Wie die tz erfahren hat, war Manuela E. eine gute Bekannte der Mutter des mutmaßlichen Täters. Aron S. soll mit psychischen Problemen gekämpft haben. Manuela E., die offenbar einst in einer ähnlichen Situation war, wollte S. mit ihren Erfahrungen helfen. Ob es zwischen dem angeblichen Täter und dem Opfer auch eine sexuelle Beziehung gab, ist hingegen nicht bekannt. Dies und weitere Hintergründe gilt es nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft München II zu ermitteln.

Leichenfund in Gröbenzell: Großaufgebot von Polizei und Spurensicherung

Tote Frau aufgefunden
Die Kriminalpolizei  hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik
Tote Frau aufgefunden
Die Kriminalpolizei  hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik
Tote Frau aufgefunden
Die Kriminalpolizei  hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik
Tote Frau aufgefunden
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und ist zur Spurensicherung vor Ort. © News5/Pieknik

Manuela E. Person, die „das Leben genießt“

Laut Aussagen aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Einfamilienhauses an der Eschenrieder Straße gab es in der Wohnung, in der Manuela E. starb, wohl bereits öfter lautstarke Streitereien, Anhaltspunkte für einen möglichen Mord, wollen aber auch die Anwohner nicht erkannt haben. Aron S. und seine Mutter hatten demnach auch nur selten Kontakt zu Nachbarn, persönlich gekannt haben die beiden offenbar nur wenige.

Ganz anders wird dagegen die vermutlich ermordete Manuela E. beschrieben. Freunde beschreiben sie im Gespräch mit der tz als lebenslustig, immer fröhlich und als einen Menschen, „der das Leben genießt.“ Die 40-Jährige arbeitete in einem Supermarkt in Gröbenzell und war die Mutter einer kleinen Tochter. Von deren Vater aber lebte sie getrennt. Bekannt war Manuela E. auch für ihre große Tierliebe. Sie selbst lebte mit sechs Huskies zusammen, die sie aus dem Tierheim geholt hatte.

joh/mc/das

Rubriklistenbild: © NEWS5

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