Vier Verletzte

Feuer in Freising: Helfer noch immer im Einsatz

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Die Glutnester flammten in der Nach immer wieder auf.

Freising - Drei Häuser in der Freisinger Innenstadt sind am Sonntag ein Raub der Flammen geworden. Der Kampf gegen das Feuer dauerte mehrere Stunden, brachte die Einsatzkräfte an ihre körperlichen Grenzen. Vier Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

+++ UPDATE +++

Nach aktuellen Informationen des Technischen Hilfswerk sind die Feuerwehren am Montagmorgen noch im Einsatz. Immer wieder mussten in der Nacht aufflammende Glutnester im Dachstuhl gelöscht werden. Aktuell wird die Abstützung erweitert und das Dach mit Planen abgedeckt. Das THW geht derzeit davon aus, dass der Einsatz gegen 8.30 beendet werden kann.

Feuer in der Freisinger Innenstadt

Ein Dachstuhlbrand, der die Häuser an der Unteren Hauptstraße 40, 42 und 44 Sonntagnachmittag erfasste, hat zu einem Großeinsatz in der Innenstadt geführt. Über 100 Feuerwehrleute, darunter rund 50 Atemschutzträger, hatten stundenlang damit zu tun, den Flammen Herr zu werden. Um 14.06 Uhr war der Alarm ausgelöst worden, wusste Kreisbrandrat Heinz Fischer. Und bis in die Abendstunden hinein waren Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet, Polizei und BRK-Rettungskräfte vor Ort. Vier Bewohner mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung in Krankenhäuser in Freising und München gebracht werden.

Über die Brandursache konnte gestern noch niemand Auskunft geben. Sachverständige des Polizeipräsidiums werden heute die Brandstelle untersuchen, um Aufschluss darüber zu bekommen, erläuterte Freisings PI-Vize Michael Ertl. Und auch über die Schäden an den Häusern konnte gestern noch niemand Auskunft geben. Erste Schätzungen sind im siebenstelligen Bereich angesiedelt, handelt es sich doch um historische Gebäude. Deren Fehlböden bewirkten, dass durch das Feuer und die Löscharbeiten nicht nur die Dach-stühle, sondern die gesamten Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Bilder: Feuer in der Freisinger Innenstadt

Was die Löscharbeiten besonders schwierig machte, erklärte Stadtbrandinspektor Anton Frankl vor Ort: Das Dach von Haus Nummer 40 war mit Blech verkleidet, an das Feuer war nur sehr schwer „heranzukommen“. Schlussendlich musste man das Dach erst öffnen, um wirksam löschen zu können. Und danach musste es provisorisch geschlossen werden. „Das fordert Manpower und Zeit“, so Frankl. Der stundenlange Kampf führte bei den Feuerwehrleuten zu Erschöpfungszuständen. Verschwitzt, ermattet und körperlich ausgelaugt lagerten einige der Einsatzkräfte nach ihrem Einsatz auf der Hauptstraße, versuchten wieder zu Kräften zu kommen. Immer wieder wurden weitere Atemschutzträger angefordert. Feuerwehren aus dem Stadtgebiet und aus den Ortsteilen sowie die Werkfeuerwehr Weihenstephan waren vor Ort, drei Drehleitern waren im Einsatz.

Die Gebäude sind jetzt unbewohnbar. Sozialamtsleiter Robert Zellner informierte noch gestern Nachmitttag vor Ort einem herbeigeeilten OB Tobias Eschenbacher, man müsse drei Haushalte (zwei Pärchen, eine Einzelperson) unterbringen, die ihr Dach über dem Kopf verloren hatten. Und einer der Hausbesitzer brauchte nach dem Schock erstmal ein Bierchen: Ludwig Kropp musste zusehen, wie sein Geburtshaus in Flammen stand.

zz

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