Brand in Arbeiterwohnheim

Das Feuer riss ihn aus dem Schlaf

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Alles ist schrottreif: Auch Dietmar Queck (60) hatte dort Sachen eingelagert.

Allach - „Wir hatten alle ein riesiges Glück“, sagt Dietmar Q. Der 60-Jährige schlief Mittwochnacht in einem Allacher Arbeiterwohnheim, als dort ein heftiger Brand ausbrach.

Ungläubig schaut Dietmar Q. in den verkohlten Kellereingang. Kurz nach Mitternacht war er im zweiten Stock des Gebäudes in der Tubeufstraße von den Feuerwehrsirenen aus dem Schlaf gerissen worden. Nur wenige Meter unter ihm wütete ein heftiger Kellerbrand.

Im Keller wüteten die Flammen.

Auf einer Fläche von 300 Quadratmetern brannten die Räume komplett aus. „Meine zwei Fahrräder sind schrottreif, auch eine Gartenliege und ein paar kleine Sachen sind verbrannt“. bilanziert Queck, der nur wenige Meter entfernt bei Siemens arbeitet. Für den Berufspendler hätte es aber viel schlimmer kommen können. „Wenn meine Nachbarn den Brand nicht bemerkt hätten, wären wir alle im Schlaf erstickt“, vermutet Queck. Er hat wohl Recht. Denn: Der tiefschwarze Rauch breitete sich rasend schnell in den darüber liegenden Stockwerken aus.

In seiner Wohnung hat Queck zunächst nichts bemerkt, erst als er im Flur stand, war ihm klar, was passiert ist. Wenige Ausgenblicke später wurden die Bewohner von der Feuerwehr evakuiert. „Drei Stunden haben wir draußen in der Kälte gestanden, es war wirklich eine schlimme Nacht. Gott sei Dank konnten wir wieder in unsere Wohnungen zurück“, erzählt der Sachse.

Auch die 19-jährige Jesika K. erlebte eine Horror-Nacht. „Mein Freund und ich sind vom Qualm wach geworden. Wir rannten sofort raus. Länger hätten wir nicht mehr warten dürfen“, sagt die junge Polin noch immer schockiert. Bei dem Einsatz wurden 50 Bewohner evakuiert, verletzt wurde zum Glück niemand. Die Feuerwehr beziffert den Schaden auf 70.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar.

Johannes Heininger

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