Feuer in Wohnanlage: Höchste Alarmstufe

Die mächtige Rauchsäule war schon von Weitem zu sehen. Vier Personen kamen mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Mehr Bilder unter www.merkur-online.de/freising.

Freising - Ein Wohnungsbrand in einem Wohnblock in Lerchenfeld hielt am Montagabend die Rettungskräfte in Atem.

Die Bilanz des Brandes: Vier Personen erlitten Rauchvergiftungen und wurden ins Krankenhaus gebracht, eine Person erlitt - wohl aufgrund der Aufregungen - einen Herzinfarkt und wurde noch vor Ort von BRK-Kräften behandelt.

Bilder vom dramatischen Rettungseinsatz

Brand in Wohnblock: Dramatischer Rettungseinsatz

Gegen 18.40 Uhr, so schilderte Feuerwehr-Pressesprecher Ullrich Kachel, seien mehrere Notrufe eingegangen, die einen Brand in dem Wohnblock meldeten. 56 Personen sind dort gemeldet. Für höchste Alarmstufe sorgten telefonische Berichte, nach denen aus dem Gebäude Hilfeschreie zu hören seien. Mit zehn Einsatzfahrzeugen rückten rund 60 Rettungskräfte der Freisinger Feuerwehr aus, Trupps mit schwerem Atemschutz suchten die Wohnung, in der der Brand aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen war, nach Personen ab. Anfangs war nicht klar, ob sich noch ein Kind im ersten Stock befand, schilderte Kachel. Doch diese Befürchtung bestätigte sich nicht: Die Mutter und ihre beiden Kinder (acht und 22 Jahre alt) hatten selbstständig den Weg ins Freie gefunden, wurden von Kräften des BRK versorgt und daraufhin ins Freisinger Klinikum gebracht. Eine weitere Person zog sich während des Abstiegs im Treppenhaus ebenfalls eine Rauchvergiftung zu und wurde ins Krankenhaus nach Erding transportiert.

Erschwert wurde die Brandbekämpfung durch die langen Zugangswege und die beengten Verhältnisse, so Kachel, die den Einsatz einer Drehleiter schwierig machten. Nach dem Löschen des Brands, der sich beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits zum Vollbrand entwickelt hatte und dessen Bekämpfung rund eine Viertelstunde in Anspruch nahm, gingen die Floriansjünger daran, die Wohnungen, die von dem Feuer und der Rauchentwicklung in Mitleidenschaft gezogen waren, zu belüften. Über die Brandursache konnte man gestern noch nichts sagen. Die Brandfahnder trafen gegen 20 Uhr ein. zz

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