Feuer in der Gärtnerei fordert ein Todesopfer

Freising - Bei einem Brand in der Gärtnerei Schönegge in der Asamstraße ist ein Mensch ums Leben gekommen. Das Feuer ist am Montag in der Früh ausgebrochen. 

Freising: Mann stirbt bei Brand in Gärtnerei

Dramatische Szenen spielten sich ab: Dichter Qualm verdunkelte den Himmel über Neustift, Kräfte der beiden Freisinger Wachen sowie aus Pulling und Attaching waren angerückt, ebenso wie die Helfer von BRK, Malteser, der Polizei Freising und der Kripo Erding. Weil sich die Hinweise verdichtet hatten, dass der Inhaber des Betriebs im Büro sein könnte, das im Dachgeschoß untergebracht war, rückte ein Trupp FFW-Männer unter schwerem Atemschutz in das brennende Gebäude vor: Sie konnten den Mann nur noch tot bergen. Wie die Polizeidirektion Oberbayern mitteilte, war das Feuer direkt im Büro ausgebrochen.

Aus dem nahegelegene Wohnhaus wurde eine ältere Frau von einem Polizisten (34) in Sicherheit gebracht. Dabei zog sich der Beamte eine leichte Rauchvergiftung zu. Das Kriseninterventionsteam betreute die Angehörigen des toten Betriebsinhabers.

Gegen 7 Uhr war das Feuer in der Asamstraße entdeckt worden. Obwohl nur „Feuerschein und Rauchentwicklung“ gemeldet worden waren, verdichteten sich nach weiteren bei der Integrierten Leitstelle Erding eingelaufenen Meldungen die Anzeichen dafür, „dass es sich um ein größeres Feuer handeln muss“, meldet Florian Wöhrl von der FFW Freising: „Die Alarmstufe wurde erhöht.“ Als die ersten Einsatzkräfte an der Gärtnerei ankamen, hatte der Dachstuhl des Flachbaus gerade in voller Ausdehnung durchgezündet.

Nach der Bergung des Toten drangen mehrere Trupps unter Atemschutz mit zwei C-Rohren in das Gebäude ein, um den Brand in den Griff zu bekommen. Von außen schirmten weitere Kräfte die unmittelbar angrenzenden Bauten ab und unterstützten – auch von der Drehleiter aus – den Löschangriff. Wegen der großen Zahl eingesetzter Atemschutzgeräteträger (insgesamt 24), forderte Stadtbrandinspektor Anton Frankl weitere Wehrmänner zur Unterstützung an, die von den Feuerwehren Pulling und Attaching gestellt wurden. Wöhrl: „Nach einer guten halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle.“

Arbeitsintensiv gestalteten sich die Nachlöscharbeiten: Bis Mittag räumten die Feuerwehrmänner unter Atemschutz Brandgut aus dem völlig zerstörten Dachgeschoß. Mit mehreren Wärmebildkameras wurden Glutnester aufgespürt. Die Feuerwehr war mit zehn Fahrzeugen und insgesamt 53 Helfern bis in die Mittagsstunden im Einsatz.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf rund 80 000 Euro. Das angrenzende Wohnhaus und die Gärtnerei wurden durch das Feuer nicht beschädigt. Die polizeilichen Ermittlungen zur Klärung der Brandursache übernehmen die Kripo Erding und ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Landshut noch gestern eine Obduktion des Toten beantragt.

Wolfgang Schnetz

Rubriklistenbild: © Lehmann

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