Feuermelder- statt Aufzugsknopf gedrückt

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Symbolbild

Eching - Einen Großeinsatz haben in der Nacht auf Montag drei Hotelgäste ausgelöst. Sie wollten mit dem Aufzug in die oberen "Huberwirt"-Stockwerke fahren - und verwechselten dabei die Knöpfe.

„Großeinsatz“ von Polizei und Feuerwehr beim Hotel „Huberwirt“ in Eching. Die Ursache war aber weder ein Feuer noch ein sonstiger Notfall: Ein ausländischer Gast hatte nach der Heimkehr im Lift den falschen Knopf gedrückt. Und das ohne Alkoholeinfluss, wie die Neufahrner Polizei staunend vermerkt.
Es war am Sonntag gegen 23.30 Uhr, als drei russische Gäste ins Hotel zurückkehrten und in den Lift stiegen. Da die Männer, die laut Polizei „kaum deutsch oder englisch“ sprechen, den Aufzugsknopf nicht gleich sahen, drückte einer von ihnen gegen die Schutzverglasung des Feuermelders. Und das so stark, dass in allen vier Stockwerken die Alarmsirenen ertönten. „Alle Hotelgäste begaben sich ins Freie“, berichtete gestern Mathias Niklaus von der PI Neufahrn, die mit zwei Einsatzwägen anrückte. Die Feuerwehr raste mit 16 Mann zum Hotel in der Bahnhofstraße, wo es allerdings nichts zu löschen gab. Lediglich zu wecken: Die drei Hotelgäste hatten sich bereits zum Schlafen gelegt und sich Ohrstöpsel verpasst – wegen des Lärms, den der Großalarm mit sich brachte. Nun beendete allerdings die Polizei den Schlaf des Trios und befragte sie. Ganz geklärt werden konnte der Fall aber nicht. Trunkenheit scheidet aus. Eine Verwechslung der Knöpfe könne zwar laut Polizei nicht ganz ausgeschlosen werden. Die verständigte Staatsanwältin aber ordnete doch eine Sicherheitsleistung bei zwei der Hotelgäste an, da ein Missbrauch von Notrufen „noch im Raum steht“.
Die Kosten des Einsatzes werden laut Polizei in jedem Fall auf die drei Männer zukommen. Mathias Niklaus: „Das wird teuer – so oder so.“
Laut Hotelleitung waren zu dem Zeitpunkt etwa 25 Gäste im Haus. Alles sei ruhig abgelaufen, es habe keinerlei Aufregung gegeben. Sicherheitshalber werde man nun im Lift Aufzugsknopf und Feuermelder so verändern, dass eine Verwechslung künftig völlig ausgeschlossen sein soll.

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