Gefährlicher Einsatz

Video: Giftgas-Alarm in der Schlossbrauerei

Au/Hallertau - Ammoniak-Alarm in Au-Hallertau: Das Giftgas ist bei Arbeiten in der Schlossbrauerei ausgetreten. Feuerwehren aus der ganzen Umgebung sind vor Ort, das Zentrum ist großräumig abgeriegelt.

Es war gegen 8 Uhr am Freitagmorgen, als ein Monteur auf dem Gelände der Auer Schlossbrauerei einen Ammoniakbehälter befüllen wollte. Dann geschah das Unglück: Laut Polizei kam es zu einem technischen Defekt, bei dem das giftige Gas ungehindert austrat. Mitarbeiter der Brauerei alarmierten um 8.07 Uhr die Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle eilte. Zuerst an der Einsatzstelle waren Kräfte aus Au.

Giftgas-Alarm in Au/Hallertau

Giftgas-Alarm in Schlossbrauerei von Au

Sie sorgten dafür, dass der leichtverletzte Monteur mit dem Rettungsdienst in ein Klinikum transportiert wurde. Der Verdacht: Atemwegsverätzungen. Dann mussten sich vier Floriansjünger selbst in Behandlung geben: Der gefährliche Stoff, der in der Brauerei in der Kühlung eingesetzt wird, drang durch die Feuerwehrjacken und sorgte für ein „Brennen“ auf der Haut, wie es hieß. Nach kurzer Behandlung vor Ort waren die Männer aber wieder wohlauf. Derweil fuhr die Polizei durch Au und warnte Bewohner per Lautsprecher, die Fenster geschlossen zu halten. Insgesamt waren rund 150 Kräfte aus den Landkreisen Freising und Mainburg sowie der Berufsfeuerwehr der TUM Garching im Einsatz. Teils in Spezialanzügen stopften sie das Leck und banden das Gas mit Wasserdampf aus der Luft. Gegen 10 Uhr trat nichts mehr aus. Der Einsatz dauerte aber noch bis nach Mittag.

Armin Forster

Rubriklistenbild: © Martin Hellerbrand

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