Feuerwehrler trauern um Kameraden

Letzte Rast: Puchheimer stirbt bei Bergtour

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Hier war seine letzte Rast: Auf der Leitenalm verbrachte Martin M. idyllische Stunden bevor er in den Tod stürzte.

Puchheim - Die Feuerwehr von Puchheim-Bahnhof (Kreis Fürstenfeldbruck) trauert um ihren Kameraden Martin M. Der 56-Jährige starb bei einer Wanderung in Südtirol.

Sein Beruf war, zu helfen und Leben zu retten. Doch Martin M. konnte niemand helfen – der 56-jährige Puchheimer Feuerwehrmann stürzte bei einer Wanderung in Südtirol einen Abhang oberhalb von Schenna bei Meran hinab. Das berichtet das Brucker Tagblatt.

Ostersonntag in den Abendstunden: M. war mit seiner Familie über Ostern in seine Heimat gefahren, hatte ein paar gemütliche Stunden auf der Leiten-Alm auf rund 1860 Höhenmetern verbracht. Im Lauf des Abends machte er sich dann allein auf den Heimweg in Richtung Taser. Doch da kam er nie an.

Seine Angehörigen alarmierten am Ostermontag Polizei und Bergwacht. Die Retter fanden die Leiche des Familienvaters am Vormittag zwischen Egger und Greiter. Die Vermutung: Das Unglück ist wohl auf einer Höhe von etwa 1500 Metern geschehen. Der Mann verlor das Gleichgewicht, stürzte einige Meter ab und blieb am Taser-Höhenweg liegen. Um die genaue Todesursache zu klären, wurde eine Au-topsie angeordnet.

Die Nachricht vom Tod des Puchheimers hat sich in den vergangenen Tagen wie ein Lauffeuer in der Stadt verbreitet. Vor allem bei seinen Feuerwehrkameraden herrscht große Trauer. „Mart“, wie er von seinen Freunden genannt wurde, war bekannt und beliebt, erinnert sich Bernd Emslander, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins. Der Verstorbene war 1989 zur Puchheimer Wehr gestoßen und 2011 aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausgetreten. Noch kurz vor Ostern war er mit Kameraden zusammengesessen und hatte gefeiert. Viele sahen ihn dort zum letzten Mal.

Mit seiner zweiten Frau, der gemeinsamen Tochter und seinem Sohn aus erster Ehe lebte der Angestellte am Puchheimer Bauhof in einer städtischen Wohnung. Immer wieder zog es ihn in seine Heimat, zu Verwandten – und seinen geliebten Südtiroler Bergen.

Stefan Weinzierl

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