Tierische Ausreißer

Feuerwehr rettet vier Kälber aus dem Bach

Ebersberg - Eine spektakuläre Rettungsaktion gab es am Samstagmorgen in Spielberg im Landkreis Ebersberg: Die Feuerwehr musste vier entflohene Kälber aus einem Bach retten.

Samstag, nachts um eins ist was los in Unterlaus (bei Aying). Da steppt sozusagen die Kuh – oder besser: die Rindviecher des Landwirts Josef Weber. Sie durchbrachen ihre Umzäunung, und Weber war die halbe Nacht damit beschäftigt, seine Tiere zusammenzutreiben und den Zaun zu reparieren. „Aber Tiere in der Nacht zu zählen, ist fast unmöglich“, sagt der Landwirt. Und so fiel es ihm zuerst gar nicht auf, dass sechs seiner Jungkälber fehlten. Die waren im nahegelegenen Kupferbach: „Nur der Kopf hat noch rausgeschaut“, sagt er dem Münchner Merkur.

Gemeinsam mit 16 Einsatzkräften aus Helfendorf bahnten sich die Retter einen Weg durch Wald und Schilf. „Mit schwerem Gerät wie Drehleiter oder Kran hätten wir auf dem sumpfigen Boden keine Chance gehabt“, erklärt Helfendorfs Kommandant Hans-Peter Huber. Also kamen Seile, Gurte, Leinen und die Steckleiter zum Einsatz, um die Kühe aus dem etwa ein Meter tiefen Wasser zu zerren. Etwa drei Stunden dauerte die Rettungsaktion. Dann waren vier Jungtiere im Anhänger wieder auf dem Weg Richtung Heimat-Stall.

Und die anderen beiden? „Sind auch wieder aufgetaucht“, sagt Weber.

Feuerwehr rettet vier Kälber aus dem Bach

Feuerwehr rettet vier Kälber aus dem Bach

P. Kania

Rubriklistenbild: © Thomas Gaulke

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